Weihnachtsgrüße & ein paar Gedanken

© MirelaSchenk  |  Pixabay

Ich wünsche euch schöne, entspannte und friedliche Weihnachtstage und einen gesunden Start ins Jahr 2019!

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Wer jetzt noch weiterlesen möchte … Vorsicht, es wird etwas länger ;-). (Es sind auch ein paar Gedanken zum Blog dabei – wen der Rest nicht interessiert, kann gerne erst ab dem Pausenbild weiterlesen)

So ein Jahresausklang wird ja gerne dafür hergenommen, ein Resümee zu ziehen und einen Ausblick zu wagen. “2016” habe ich dies schon einmal gemacht und wenn ich mir diesen Blogartikel so im Nachgang noch einmal ansehe, ist er (leider) immer noch aktuell.
Erstmal wird’s politisch, Entschuldigung ;-):
Die Welt ist zerrissen und statt dass man sich friedlich miteinander hinsetzt und schaut, was erreicht wurde und was man noch angehen will, wird sich gestritten, aufgerüstet und die ewig gestrigen werden hofiert. Manchmal komme ich mir vor wie in den 60ern oder noch früher … Klar, Regeln und Rituale sind gut, sind etwas, woran man sich (fest)halten kann, geben Sicherheit. Aber Kontrolle und Zensur, wie sie von diversen Regierungen, aber mittlerweile auch einigen Social Media Seiten durchgeführt werden, erinnert stark an längst vergangene – unschöne – Zeiten.

Ich nehme jetzt einfach mal als Beispiel (und er ist leider bei Weitem nicht der einzige) einen nicht näher benannten Präsidenten her. Er ist nicht nur “Chef” eines Landes, nein, er ist auch Vater und Großvater. Was denkt sich ein Mensch, der den Klimawandel nicht nur ignoriert und kleinredet, sondern den Raubbau der Ressorcen auch noch forciert und dadurch (nicht nur) seinen Nachfahren den Lebensraum und die Zukunft entzieht? Ist Profit und die Gier nach mehr … mehr Geld, mehr Besitz, wirklich das Nonplusultra? Aber ich muss gar nicht über den großen Teich blicken. Auch bei uns werden die “Großen” hofiert, der kleine Bürger, der sich z.B. sein Auto ,vielleicht über Jahre hinweg, von seinem Lohn abgespart hat, wird mit Anlauf in den A*** getreten. Die Bahn braucht Geld vom Staat, gab aber geschätzte 500 Mio€ für Berater aus … Politiker werden ohne Fachkenntnis auf Posten “verschoben”, damit gefühlt alle schön unter sich bleiben können, frei nach dem Motto “den kenn ich, der passt schon”. Tja, kein Problem, dann werden eben Steuergelder (die u.a. auch der kleine Mann mitbezahlt – neben dem, abzubezahlenden Auto, dass er nicht mehr uneingeschränkt nutzen darf) für vermeintliche Kenner der Branche aka (Beratungsfirmen verschleudert ausgegeben … Glaubwürdigkeit sieht anders aus, denn wenn ich Bilder sehe, dass marode Schulen nicht renoviert werden, weil die Zuständigkeiten nicht geklärt werden können/wollen, das Kinder keine warme Mahlzeit in der Schule bzw. im KiGa bekommen, weil die Kommunen kein Geld haben … Himmelherrgottsakra, ich könnte ko***
Es soll Länder in Europa geben, da werden Ministerposten nach Qualifikation vergeben und nicht danach, wer mit wem gut kann. Wenn das zusätzlich noch passt, wunderbar. Ich bin auch nicht mit jedem Kollegen “gut”, dennoch funktioniert der Arbeitsablauf, weil man professionell miteinander umgeht. In diesen Ländern funktioniert das Sozial- und auch das Bildungssystem und dem Staat geht es trotzdem nicht schlecht. Mmmh, mal nachdenken, warum das so sein kann *kopfkratz*. Man könnte aber dort auch einfach mal “nachfragen” und sich Gedanken machen, wie man den schwerfälligen Dampfer “Deutschland” in Bewegung bringen kann. Dies muss weder nach links, noch nach rechts geschehen, nach vorne wäre schon gut … Ich habe nicht das Gefühl, dass Innovation, Mut, Kreativität und der Wille dazuzulernen, derzeit unsere größte Stärken sind :-(

Warum wird für viele Menschen in den ach so reichen Industrieländern ein minimalistischer Lebensweg immer erstrebenswerter? Tiny Houses /- Homes, weniger Besitz (Minimalismus), Aussagen wie “wer viel besitzt, macht sich auch viel Sorgen darum, es verlieren zu können”, Carsharing oder gar der komplette Verzicht auf ein Auto, Life-Work-Balance (ja, diese Auslegung ist für mich sinnvoller als “Work-Life”) usw.
Warum sollen Ruhm und Karriere für jeden Menschen das richtige oder gar wichtig sein? Warum kann ein Teilzeitjob und eine kleine Wohnung/Haus oder das Leben in Form einer WG nicht das richtige Lebensmodell sein? Müssen es immer die Luxuswohnung, mehr Geld und Fernreisen – frei nach dem Motto: “Mein Haus, mein Auto, mein Urlaub” – sein, wenn man sich gar keine Zeit mehr für die “kleinen Dinge” im Leben nimmt?

So, genug philosophiert ;-), aber mich beschäftigt das wirklich …
Drum: Selbst ist die Frau!

Ich habe im zurückliegenden Jahr bereits vieles reduziert. Es gab keinen großen Urlaub, keine Flugreise. Dafür viele kleine Auszeiten in der Umgebung. Ich habe meine Besuche auf Social Media Plattformen reduziert, da ich gemerkt habe, dass mir diese nicht (mehr) gut tun und werde dort im neuen Jahr noch kürzer treten. Den Fernseher mit seinen oft sinnlosen Programmen ignoriere ich nun bereits im 6. Jahr. Mir wichtige Sendungen (Reportagen, Dokumentationen usw.) schaue ich über die diversen Mediatheken auf dem Laptop an. Und zwar immer dann, wenn es in mein Zeitmanagement passt und nicht unmittelbar dann, wenn die TV-Sender es zur Vergügung stellen. Kommen sie nicht in die Mediathek, wird über das Thema, das mich interessiert, eigenständig rechiert. News hole ich mir online auf den Plattformen der verschiedensten Printmedien.
Ich mache mir immer wieder und immer öfter Gedanken, auf was ich noch verzichten könnte … Ergebnis daraus: Zwischen den Jahren wird jetzt entrümpelt …

© KleineKiwi  | Pixabay

In diesem Zusammenhang habe ich mir auch über meinen Blog Gedanken gemacht. Derzeit habe ich fast keine Energie, um ihn mit soviel Enthusiasmus zu betreiben, dass mir die Worte nur so aus den Fingern fließen. Blogbeiträge strengen mich im Moment wirklich an und das ist für mich nicht der Sinn (m)eines Blogs. Ich merke, dass ich Bücher derzeit gerne nur in Stichworten “bewerten” bzw. beschreiben möchte – rein für mich, als Gedankenstütze, als Archiv. Dies ist einer der Gründe, warum ich jetzt erst einmal eine Blogpause bis Mitte/Ende Januar machen werde. Ob und wie es danach weitergeht, muss ich schauen.

Derzeit ist der Blog auf LGBTQ-Bücher ausgelegt, weil eben mein Fokus lange Zeit genau darauf ausgerichtet war. Mittlerweile liebäugle ich aber immer öfter auch zu anderen Genres, für die ich nicht unbedingt Rezensionen schreiben will, aber bedingt dadurch halt weniger LGBTQ-Bücher lesen aka weniger Reviews schreiben kann und werde. Hinzu kommt, das ich mich immer mehr für Gay-Romance in englischer Sprache begeistern kann, was noch einmal einen ganz anderen Zeitaufwand für mich bedeutet, denn es geht immer noch langsamer voran, als Bücher in der Muttersprache zu lesen. Ich möchte mich aber nicht (wie bisher) selbst unter Druck setzen, weil es “mal wieder ein bisschen länger dauert”. Die Ausrichtung des Blogs und mangelnde Zeit haben mich bisher davon abgehalten, lese- und sprachtechnisch über den Tellerrand hinauszuschauen, denn der Blog wollte gefüttert werden. Während ich dies hier schreibe, fühle ich mich wie in einem Kreisverkehr ohne Ausfahrt und das kann wirklich nicht der Sinn eines Hobbies sein. Mal schauen, wohin der Blog-Weg führen wird.
Ich bedaure zudem sehr, dass ich kaum noch bei anderen aber kommentiere, aber ähnlich wie bei den Blogartikeln, fehlen mir manchmal einfach die Worte, dann like ich (falls es die Funktion gibt) einfach nur. Dadurch, dass anders als vor in Kraft treten der DSGVO oftmals aus Datenschutzgründen keine Avatarfunktion mehr freigeschaltet werden kann, passiert das anonym und unpersönlich und der Bloginhaber weiß gar nicht, dass ich da war :-(. Zudem bin ich mit WP.org scheinbar nicht mehr mit allen Bloganbietern kompatibel, sodass ich mich gar nicht mehr anmelden kann, um einen Kommentar zu schreiben.

Ich hoffe nun schwer auf die freie, stade Zeit (auf dass es danach wieder ruhiger wird ;-) ) und dass sich mein “Knoten” bald wieder auflöst und mir das Bloggen und Kommentieren danach wieder leichter von der Hand geht.
In diesem Sinne an alle, die bis hierher noch mitgelesen haben:

Lasst es euch gut gehen, passt auf euch auf und denkt an die kleinen Auszeiten :-)

© anaterate  |  Pixabay

Die abgebildeten Fotos sind frei über Pixabay erhältlich (CC0 Creative Commons Freie kommerzielle Nutzung – Kein Bildnachweis nötig)

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