“Wanted – Bad Boyfriend” – TA Moore

© Dreamspinner Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Seine Mutter. Sein bester Freund. Die Bardame im ortsansässigen Pub. Sie alle sind entschlossen, einen Freund für Nathan Moffatt zu finden. Dabei ist es das Letzte, was Nathan sich wünscht. Nachdem er jeden Tag dafür sorgt, dass seine Kunden nichts als romantische Magie erleben, möchte der Hochzeitsplaner des Granshire Hotel nur nach Hause gehen, sich stundenlang Krimiserien ansehen und in Unterwäsche Pizza essen.

Da ihm jedoch leider niemand glaubt, muss er sich Vorträge über einen einsamen Tod anhören. Bis er eine Idee hat: Er muss die Menschen in seinem Leben dazu bringen, ihn ebenfalls lieber als Single sehen zu wollen. Er braucht einen schlechten Freund.

Und für diese Rolle ist ein Mann perfekt.

Obwohl Flynn Delaney daran gewöhnt ist, dass die Bewohner der Insel Ceremony von ihm das Schlechteste denken, ist er nicht sicher, ob er die zweifelhafte Ehre annehmen möchte, der schlimmste Freund auf der gesamten Insel zu sein. Andererseits kann er, wenn er bei der Sache mitspielt, Zeit mit dem umwerfenden Nathan verbringen und gleichzeitig die Besitzer des Granshire Hotel ärgern – sehr lohnenswert.

Es gibt nur ein Problem: In Wirklichkeit ist Flynn ein ziemlich guter Freund, weshalb sich Nathan nun fragt, ob es tatsächlich das Schlimmste der Welt ist, sich hin und wieder von seinem Sofa zu trennen.

**************************

Irgendwie hatte ich beim Lesen des Klappentextes das Gefühl, dass es ja eigentlich Nathans Geschichte ist. Je weiter ich allerdings in die Geschichte reinkam, umso mehr wurde sie für mich zu Flynns. Von daher bedauere ich es sehr, dass sein Charakter und sein Leben zwar immer wieder erwähnt wird, einige Sachen auch erklärt werden, aber dennoch eher im dunklen lagen. Ich hatte irgendwie permanent das Gefühl, da muss es noch mehr geben. Und ja, TA Moore hat es geschafft, dass dieses “Geheimnis” zum Schluss tatsächlich noch angesprochen wurde, sodass sich der Kreis für mich geschlossen hat. Ob es mich so, wie es zu Ende ging, befriedigt hat, ist ein anderes Thema, aber es gibt zumindest keine “offenen Baustellen”.

Nathan ist nett, gutaussehend, freundlich, hilfsbereit und lebt mit seiner Mutter zusammen, seit diese nach ihrer Krebserkrankung in der Reha ist. Flynn ist DAS Thema auf der Insel – wobei dort glaube ich, jeder über jeden redet und das mit der lebhaftesten Fantasie, die man sich vorstellen kann. Manchmal wird nur gelästert, aber einige Male geht es auch richtig unter die Gürtellinie. Da Flynn halt mal so gar nichts von sich preisgibt, erhalten die Bewohner Ceremonys natürlich permanent Futter für ihre Gedankenspiele. Da ist es auch egal, ob er die Bewohner in Ruhe lässt, deren Autos repariert oder bei einem Rettungsdienst hilft. Egal …, das Leben auf der Insel ist halt so … denken sowohl Flynn, als auch Nathan und der Rest.

Max als Nathans bester Freund lebt und arbeitet immer noch unter dem Dach seines Vaters, dem wohl reichsten und einflussreichsten Mannes auf Ceremony. Warum er das immer noch tut, erschließt sich mir nicht ganz, er scheint ein ziemlich “bequemer” Typ zu sein, der sich, trotzdessen sein Vater ihm nicht wirklich mit Respekt entgegenkommt, im und ums Granshire herum, “eingerichtet” hat. Aber egal, wie er dort ist, für Nathan ist er immer da und will nur dessen bestes … zumindest das, was er dafür hält.

Die Geschichte zwischen Nathan, dem lieben, braven, anständigen Mann und Flynn, dem Bad Boy mit der (vermutlich) schrecklichen Vergangenheit (zumindest glauben das die Einwohner der Insel) und dem raubeinigen Auftreten ist schön und flüssig geschrieben. Es hat mir Spaß gemacht, sie zu lesen und ich konnte mich gut darauf einlassen. Gut fand ich zudem, wie gesagt, dass der Punkt des “warum geht man im Granshire Hotel so mit Flynn um” am Schluss zumindest aufgeklärt wird. Dafür, dass Flynn auf der Insel gefühlt das einzige Thema war, konnte ich nicht wirklich viel Verständnis aufbringen, aber ich bin ja auch eine Großstadtpflanze, von daher … ;-).

Wer also Lust auf eine nette Geschichte mit einem tollen Bad Boy hat, ist hier gut aufgehoben. Sorry, eigentlich ist es ja wohl Kevins Story, aber naja … *g*.
Ach ja, wohntechnisch hätte ich liebend gerne mit Flynn getauscht, denn das was er hier hat, kann ihm wirklich keiner nehmen.

Bis bald,

Weitere Meinungen zu dem Buch findet ihr bei Laberladen, GayDanken und GayLesen sowie bei Goodreads, bei Risa und Mathilda Grace

Loading Likes...

1
Hinterlasse einen Kommentar

Please Login to comment
1 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:

Ich als Mädel vom Land hab meine Kindheit und Jugend im Verhalten der Inselbewohner absolut wiedererkannt *lach* Da kriegt jeder sein Etikett weg und man bekräftigt sich gegenseitig dabei, dass es das richtige ist und genau genommen interessiert man sich nicht so sehr für die Wahrheit, weil die ja meinstens viel uninteressanter ist als das, was die Gerüchteküche sagt. In Flynn steckt ja nun wirklich ein toller Kerl :-)
Mir hat die Geschichte auch viel Spaß gemacht.

LG Gabi