“Silvesterträume” – Erin Tramore

Klappentext *)
Heiligabend.
Genau ein Jahr zuvor hat Geralds Ex mit ihm Schluss gemacht. Und als wäre der Trennungsschmerz nicht schon schlimm genug, fällt auch der langersehnte Nordseeurlaub bei Freunden ins Wasser, weil besagter Ex dort aufgetaucht ist. Trotz und Verzweiflung bringen Gerald dazu, einen Stricher in Krümelmonsterunterhose aufzugabeln. Tian, der Engel mit dem zimtfarbenen Haar, sorgt trotz seines seltsamen Kleidungsstils für ein denkwürdiges Weihnachstfest und überredet Gerald, doch noch an die Nordsee zu fahren. Ehe Gerald sich versieht, ist er mit ihm auf dem Weg zur Insel und merkt schon bald, dass Tian sein gebrochenes Herz nicht nur geheilt, sondern längst erobert hat. Doch gerade als er bereit ist, die Vergangenheit loszulassen, droht sein Ex wieder alles zu verderben.

Entspricht ca. 250 Taschenbuchseiten

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Bedingt durch eine Lese-Challange sollte ich ein Buch lesen, in dem die Protagonisten entweder auf einer Insel leben oder dort Urlaub machen.
Tja, die Jahreszeit passt zwar nicht mehr, aber Nordfriesische Inseln gehen immer, egal zu welcher Jahreszeit.

Es war die erste Geschichte, die ich von Erin Tramore gelesen habe und sie hat mich wirklich gut unterhalten (und das obwohl Silvester schon einige Zeit zurückliegt ;-) ). Auch wenn der Altersunterschied zwischen Gerald und Tian mit fast 10 Jahren jetzt nicht so groß klingt, ist es doch ein Riesenunterschied, ob man 20 bzw. 30 oder 40 bzw. 50 Jahre alt ist. Erin Tramore hat das wirklich gut und glaubhaft rübergebracht und ich konnte mir gut vorstellen, wie sich Tian gefühlt hat, aber auch, wie gut Gerald der jugendliche Enthusiasmus getan hat. Tian ist jung, unglaublich impulsiv und macht vieles ohne vorher wirklich nachzudenken. Als Tian auf Gerald trifft, der sich seinem Schicksal als “Behinderter” ergeben hat und vom “suhlen in seinem Elend” auf direktem Wege in eine Depression abzurutschen droht, und dieser ihn nach “seinem Preis” fragt, ist er sofort fasziniert von diesem Mann. Also lässt er sich auf das “Spiel” ein und verstrickt sich immer mehr in dieses Lügengebilde. Gerald ist froh, auf so einfachem Weg einen Mann gefunden zu haben, denn Stricher können ja schlecht nein zu ihm als übergewichtigen und gehandicapten Mann sagen …

Tian lockt Gerald von Mal zu Mal mehr aus seinem Schneckenhaus und man merkt direkt, wie gut es Gerald mit dem jungen Mann geht. Manchmal ist es besser, sich über so Nebensächlichkeiten wie das Alter keinen Kopf zu machen, denn oft ist es “das anders sein”, das einem Leben wieder den Sinn gibt, den es eine Zeitlang verloren hat und das beiden Seiten einfach gut tut. Ach ja, den Ex gibt es ja auch noch … Also wenn ich das so als Außenstehende beurteilen darf … ist er kein großer Verlust für Gerald *g*.

Freut euch auf eine Geschichte die locker und leicht erzählt wird und die mich wunderbar unterhalten hat.

Ach ja, und wen es interessiert, die Strandguthütten stehen auf

Längengrad: 8.333599 & Breitengrad: 54.663715

Bis bald,

El

*) Das Copyright für Bild und Klappentext liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Rezension bei der Autorin.

Das Foto ist ausgewiesen, als “Freie kommerzielle Nutzung – Kein Bildnachweis nötig”.

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Ich habe weder von der Autorin noch speziell von dem Buch vorher etwas gehört oder gelesen. Da sieht man mal, was man für eine Challenge alles an Schätzen ausgräbt und entdeckt, denn Deine Rezension klingt wirklich klasse. Vielleicht hebe ich mir die Lektüre für den Winter auf, aber auf die Liste habe ich das Buch auf jeden Fall mal gesetzt!
LG Gabi