“Shelter the Sea (The Roosevelt 2)” – Heidi Cullinan

© Heidi Cullinan  |  cover & Klappentext

Klappentext
Some heroes wear capes. Some prefer sensory sacks.

Emmet Washington has never let the world define him, even though he, his boyfriend, Jeremey, and his friends aren’t considered “real” adults because of their disabilities. When the State of Iowa restructures its mental health system and puts the independent living facility where they live in jeopardy, Emmet refuses to be forced into substandard, privatized corporate care. With the help of Jeremey and their friends, he starts a local grassroots organization and fights every step of the way.

In addition to navigating his boyfriend’s increased depression and anxiety, Emmet has to make his autistic tics acceptable to politicians and donors, and he wonders if they’re raising awareness or putting their disabilities on display. When their campaign attracts the attention of the opposition’s powerful corporate lobbyist, Emmet relies on his skill with calculations and predictions and trusts he can save the day–for himself, his friends, and everyone with disabilities.

He only hopes there isn’t a variable in his formula he’s failed to foresee.

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Um was geht es in der Fortsetzung von “Carry the Ocean”?

Emmet und Jeremey haben sich mittlerweile gut im “The Roosevelt” eingerichtet, jedoch drohen dunkle Wolken über ihr schönes Leben zu ziehen. Der Staat Iowa plant Kürzungen im “Sozialetat”, was für die Jungs und ihre Freunde eine katastrophale Auswirkung haben könnte. Gemeinsam gehen sie das Thema mit allen Kräften an und erleben so manche positive, aber auch negative Überraschung.

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Nachdem sich Emmet und Jeremey in ihrem neuen Zuhause eingerichtet und einen kreativen Weg gefunden haben, wie sie wunderbar zusammenleben können, war fast klar, dass nicht alles so rosarot bleiben kann, wie es gerade war.

Wie üblich, wenn es um Sparmaßnahmen oder berechnendes Kalkül geht, geht jeder finanzielle Einschnitt immer zu Lasten der Schwächsten. Als Emmet davon hört, dass die finanziellen Mittel für sein Zuhause, das Roosevelt Haus, gekürzt werden oder ganz wegfallen sollen, schmiedet er mit Hilfe seiner Freunde einen Plan. Wie und mit welcher Energie er diesen auf die Beine stellt, ist wirklich beeindruckend. Klar ist die Geschichte in diesem Fall Fiction, aber dennoch war ich von dieser Energieleistung beeindruckt. Zumal ja nicht nur der Fortbestand seiner Heimat, sondern auch der Verbleib seiner Freunde bei einer Schließung in Frage gestellt wäre. Als ob es damit noch nicht genug wäre, hat Jeremey immer öfter schlechte Tage, sprich oftmals kann er nicht einmal mehr das Bett verlassen. Emmet liebt seinen Jeremey und kann nicht mit ansehen, wie dieser leidet. Als er eine Idee hat und diese mit seinem Vater umsetzen will, hat das Schicksal wohl eine andere Zukunftsvision und stellt ihm einen Kriegsveteranen nebst Begleitung vor die Füße. Emmet kommt aus dem summen und schauckeln gar nicht mehr heraus, so beschäftigt ihn diese besondere Überraschung und die Überlegungen, wie er dieses “Geschenk für Jeremey” real werden lassen kann. Auch hier war es wunderbar zu lesen, was es bewirken kann, wenn eine Hand in die andere greift und das fast unmögliche möglich gemacht wird.

Was mich ganz besonders beeindruckt hat, war, dass Emmet sich noch mehr auf Jeremey einlässt (ich dachte nicht, dass “noch mehr” überhaupt möglich ist) und sich seine Vorstellung eines Sensory-Packs noch einmal verändert. Am Ende dieser Geschichte zeigt sich mal wieder, dass nicht alles was schlecht läuft, auch ein schlechtes Ende haben muss. Wie Heidi Cullinan dem Leser nach vielen Tränen doch noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, ist das Lesen auf jeden Fall wert!

Mein Fazit aus der Geschichte: Jeder Mensch braucht (s)einen Sensory-Pack! Für den einen ist ein wunderbares Vollbad mit gut duftenden Aromen, für den anderen eine kuschelige Lesestunde auf dem Sofa, für wieder andere ein Mensch an seiner Seite, der einen “zuhause” fühlen lässt. Liebe Leser, sucht euch euren Wohlfühlort, an dem ihr – in schwierigen Situationen – wieder zu euch selbst und eure Ruhe wieder finden könnt.

Und … Heidi Cullinan hat am Ende dieser Geschichte durchklingen lassen, dass nach diesen beiden Büchern um The Roosevelt wohl noch weitere Geschichten (um David und Darren) erscheinen werden. Eine soll wohl schon für 2018 angedacht sein. Ich freu mich schon heute darauf :-).

Bis bald,

 

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Gundi

Hallo!
Ich habe mir schon sechs Deiner “Besonderen Bücher” herausgesucht und sie gelesen (dieses hier fand ich ganz besonders großartig, aber auch Ethan und Carter und Bear und Otter haben es mir angetan. Vielen Dank für die Tipps