“Sein größter Fang” – Andrew Grey


© Dreamspinner Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Es könnte der Fang seines Lebens werden.

Zweimal im Jahr flieht William Westmoreland vor seinem unerfüllten Leben in Rhode Island nach Florida, um sich auf Mike Jansens Fischerboot einzumieten und auf den Golf hinauszufahren. Der Ausblick dort bietet zwar mehr als nur das kristallblaue Wasser und die tropischen Gefilde, aber William hat sich nie weiter vorgewagt. Er ist einfach nicht der Typ für eine Urlaubsromanze.

Mike hat seinen Charterservice in Apalachicola gegründet, um für seine Tochter und seine Mutter sorgen zu können. Ihre Sicherheit ist ihm dabei immer wichtiger als seine eigene. Er will sich nicht eingestehen, dass seine Zuneigung zu William mit jedem seiner Besuche wächst.

An einem wunderschönen Tag beginnt Williams und Mikes letzte Fischfangtour, aber ein unberechenbarer Hurrikan bringt alles ins Wanken und die beiden Männer sitzen plötzlich fest. Mitten in Regen und Sturm werden sie von der Leidenschaft überwältigt, die sie all die Jahre unterdrückt haben. Zurück im Alltag warten allerdings zu viele Verpflichtungen auf William. Werden die beiden es schaffen, die Distanz zwischen ihnen zu überwinden und einen Ort zu finden, an dem sie beide ganz sie selbst sein können? Ihre Reise mag von rauem Seegang geprägt sein, aber die hoffnungsvolle Zukunft, die sie am Ende erwartet, ist die Turbulenzen wert.

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Andrew Grey, wie man ihn kennt und mag: nett und geschmeidig.
Die Geschichte um Mike und William war für mich ein absolutes Entspannungsbuch. Gut und flüssig zu lesen – ohne kitschig zu sein, konnte ich gut darin “abtauchen”. Es gibt Bücher, die einen auf leichte Art und Weise bei sich behalten und dabei helfen, den Kopf wieder frei zu kriegen. “Sein größter Fang” ist so eines. Wenn man z.B. nach einem Drama, einem Krimi oder einfach nur nach einem “miesen Tag” mal etwas unkompliziertes braucht, ist man hier gut aufgehoben.

Mike muss hart dafür arbeiten, um sich und seinen Lieben, das tägliche Leben zu finanzieren. Er hat gar keine Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, ob er das, was er tut nur noch aus Routine oder wirklich von Herzen macht. Denn eigentlich ist die Schifffahrt absolut seines und er macht seinen Job wirklich gut.

William kommt seit vielen Jahren immer wieder zu einer Boots- und Angeltour zu ihm aufs Schiff. Zum einen, weil er aus seinem langweiligen Tagestrott heraus muss, zum anderen, weil es auf diesem Boot Mike gibt. William merkt immer mehr, dass ihm das Leben das Mike in Florida führt, eigentlich viel besser gefallen würde, als sein Bürojob im kühlen Nordosten der USA. Der Leser sieht aber sehr wohl, dass William nicht wirklich eine Vorstellung davon hat, wie es ist, wenn man 6 Tage die Woche 10-12 Stunden arbeiten muss, um überleben zu können. Zumal, wenn man auch noch die Verantwortung für andere Menschen hat.

Hat jeder der beiden Männer so sein Päckchen zu tragen, so sind sie gemeinsam eine richtige Einheit. Dies zeigt sich nach einem Hurrikan, der nachdem er abgeflaut ist, nichts mehr so hinterlässt, wie es war. Die beiden müssen sich Gedanken über ihre Zukunft machen – jeder für sich und doch gemeinsam. Dies braucht Zeit, denn gut Ding will Weile haben.

Wenn man Andrew Grey kennt, weiß man, dass nichts wirklich dramatisches passieren wird, die Veränderungen aber dennoch stattfinden. Jeder lernt von jedem und jeder wächst an den “Problemen”. Gott sei Dank gibt es Carrie und man merkt mal wieder, dass Kinder wirklich “die Welt” verändern können. Da wo Erwachsene Probleme wälzen, machen sie einfach. Da wo Erwachsene Probleme sehen, gehen sie einfach drauf los. Carrie ist ein Sonnenschein, der offen auf alles zugeht, Dinge sieht, einsortiert und … für in Ordnung befindet.

Alle Nebencharaktere passen gut in die Geschichte, machen sie aber auch fast zu perfekt. Die kleinen Schwierigkeiten, die auftauchen, werden (fast schon zu) gut gelöst, was bedeutet, dass die Geschichte wirklich weich und süß ist. Wer also Ecken und Kanten braucht, wäre hier nicht ganz so gut aufgehoben. Man sieht also mal wieder, es gibt Bücher für jede Emotion, Gelegenheit und Anlass :-).

In diesem Sinne, bis bald

Weitere Meinungen zum Buch gibt es bei GayDanken  &  Laberladen, aber auch über Goodreads bei Mathilda Grace und Risa

 

 

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