“Schritt für Schritt” – K.C. Wells


© Dreamspinner Press  |  Cover und Klappentext

Klappentext
Jamies Leben ist eine einzige finanzielle Katastrophe, was aber nicht seine Schuld ist. Dass er in der Bibliothek einen Wohltäter finden würde, ist das Letzte, womit er gerechnet hätte. Auch wenn er anfangs misstrauisch ist, was Guys Motive betrifft, wird schnell klar, dass sein Retter ein guter Mann ist, der im Leben Glück hatte und das nun weitergeben will. Dass Guy schwul ist, ist kein Problem. Jamie hat ohnehin kein Interesse … glaubt er zumindest.

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K.C. Wells entwickelt sich so langsam zu einer Autorin für Wohlfühlstunden.

Ich mag Geschichten in denen Protagonisten schon etwas “älter” sind, da diese schon etwas Lebenserfahrung haben, was mir beim Lesen ein gutes Gefühl gibt. Nun ja, Guy ist 38, was ja normalerweise kein Alter ist, wenn man aber wie Jamie Anfang 20 ist, ist der Altersunterschied schon immens. Der Gedanke hinter der Geschichte ist klasse, denn ich bin durchaus der Meinung, dass wenn man etwas gutes erfahren durfte, dies auch gerne so weiter geben sollte. Oft sind es nur Kleinigkeiten für denjenigen, aber ein Riesending für den, dem man weiterhilft. So auch in diesem Fall. Ich konnte gut verstehen, dass Jamie nicht glauben konnte, dass es einen Menschen gibt, der ihm in der schwierigsten Situation seines noch jungen Lebens DEN Rettungsanker hinwirft (und das ohne Hintergedanken).

Ja, klingt wie im Märchen und ein bisschen ist es das ja auch für Jamie, denn kann es wirklich sein, dass am Tiefpunkt seines Lebens plötzlich jemand vor ihm steht, der ihm völlig uneigennützig  helfen will? Guy ist schwul, was für Jamie kein Problem ist, da er ja als heterosexueller junger Mann kein Interesse an Männern hat, mögen sie auch noch so attraktiv und sympathisch sein. Es dauert lange, bis Jamie merkt, dass er vielleicht doch nicht ganz so auf Mädchen steht, wie er immer gemeint hat. Die Geschichte nimmt schön langsam Fahrt auf und es macht Spaß zu lesen, wie die beiden Männer Freunde werden. Auch hat man nie das Gefühl, dass Jamie dankbar sein “muss”. Irgendwie integriert er sich in Guys Tagesablauf, trifft dessen Tochter und Freunde und merkt ganz langsam, dass sich irgendetwas zwischen ihnen ändert.

Für einige Leser wird es wahrscheinlich alles “zu schön um wahr zu sein” sein, für andere ist es die perfekte “hach war das schön” Geschichte.

Auch wenn ich zwischendurch schon gedacht habe, dass manches ein bisschen zu gut war, so war der Schluss für mich perfekt. Ein Epilog der alles klärt, ein Blick in die Zukunft und ein Kreis, der sich schließt. Die Geschichte war bis zum letzten Kapitel ein klassisches 4* Buch. Mit dem Epilog gibt’s nochmal einen halben Stern obendrauf.

Bis bald,
 

 

 

 

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Ich mochte die Geschichte total. Ein modernes Märchen. <3