“Q*pid” – Xavier Mayne

© Dreamspinner Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Kann es sein, dass ein Computerprogramm mehr von der Liebe versteht als das menschliche Herz?

Archer, die künstliche Intelligenz hinter der Partnervermittlung Q*pid, stellt fest, dass Menschen nicht immer die besten Entscheidungen treffen. Deshalb mischt er sich ein und übernimmt es für sie, einige wirklich unkonventionelle Entscheidungen zu treffen.

Fox Kincade ist der letzte Single in seinem Freundeskreis. Deshalb freut er sich besonders, als seine Q*pid-App ihm einen Vorschlag präsentiert, mit dem er – wenn man den Hexenkünsten der AI glauben darf – die Liebe seines Lebens finden wird. Doch zu Fox’ Überraschung handelt es sich bei diesem Idealpartner nicht um eine Frau, sondern um Drew Larsen, einen schüchternen und manchmal sonderlichen Doktoranden, der ebenfalls nicht an die wahre Liebe glaubt.

Drew und Fox haben wenig gemeinsam – wenn man von der Tatsache absieht, dass sie beide nicht schwul sind. Jedenfalls dachten sie das bisher. Aber je besser sie sich kennenlernen, umso mehr dämmert ihnen, dass Archer vielleicht gar nicht so falsch lag mit seinem Vorschlag. Es ist kein leichter Weg, denn sie müssen beide ihr althergebrachtes Selbstverständnis aufgeben und sich mit einem neuen Konzept von Liebe vertraut machen. Mit Archers Hilfe und der Unterstützung einiger Freunde, die Fox und Drew durch dick und dünn zur Seite stehen, gelingt es ihnen schließlich, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

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Mmmh, eine eigenartige, weil etwas andere, (und wenn man ein bisschen in die Zukunft schaut realistisch mögliche und dadurch beängstigende) Geschichte – wenn man es ausschließlich von der technischen Seite aus betrachtet. Ich brauchte etwas, um hineinzukommen, denn die Sicht aus der IT-Zentrale und deren Fachleute, war jetzt nicht so ganz meins, allerdings macht sie Sinn, wenn man dann zur eigentlichen Romanze um Drew und Fox kommt. Noch dazu, dass ich (zumindest hoffe ich das) nie soweit komme, mich komplett von einem Computerprogramm “vereinnahmen” zu lassen. Auch, wenn so wie hier, kein Unfug mit den Daten getrieben wurde.

Was ich wirklich gut fand, war, dass sich die beiden “Helden” (und das sind sie meiner Meinung nach durchaus, denn ich hätte den Mut, diesen Schritt zu gehen, niemals gehabt) wirklich auf die Geschichte einlassen und “Archer”, das technische Gehirn hinter Q*pid, einfach machen lassen.

Tja, nachdem “Archer” Drew und Fox für besonders kompatibel gehalten hat und beide nicht nur ihre bessere Hälfte suchen, sondern auch einen guten Freund gebrauchen können, erlebt der Leser mit, wie so ganz langsam etwas besonderes heranwächst.
Ich mochte Drew, da er – der zukünftige Akademiker – der Mutigere von beiden war. Dafür steht Fox schon fest im Leben, wobei mir an ihm gefallen hat, dass er niemals einen Unterschied bei den Lebensverhältnissen gemacht hat.
Er ist großherzig und auch großzügig, allerdings einen Ticken langsamer als Drew, was die Veränderung ihrer Gefühle anging. Dennoch sind beide Männer sehr kopfgesteuert, was man der Geschichte auch anmerkt. Es wird viel hinterfragt, gegrübelt und mit Freunden besprochen. Wobei die Unterhaltungen von Drew mit seiner Nachbarin wirklich witzig und auf eine eigenartige Art tiefgründig sind. Fox redet mit seinem besten Freund Chat und dessen Freundin. Hier sind die Gespäche etwas lockerer und nicht weniger witzig, da Chat einfach über den Dingen steht. Ein bisschen was davon hätte den beiden Jungs in Bezug auf ihre angehende Beziehung gut getan.

Das Buch hat gut unterhalten, Sexszenen spielten jetzt keine so große Rolle, aber die habe ich auch nicht gebraucht. Wer also mal ein Buch “etwas außerhalb” der Norm lesen will – gerne hier.

Der Schreib- und Erzählstil des Autors war gut, ich habe noch ein Original von ihm auf dem Reader, mal schauen, was dieses Buch zu erzählen hat.

Bis bald,

Weitere Meinungen zu diesem Buch findet ihr bei Laberladen und GayDanken

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Für meinen Geschmack haben die beiden Lovebirds ein bisschen zu viel mit anderen ihre Situation beredet und analysiert, statt sich einfach reinzustürzen. Ihr Verhalten passte aber schon zu den beiden, denn so waren sie einfach. Ich hätte aber trotzdem gerne mehr Schmetterlinge und Gefühle gehabt.
LG Gabi