“Nie wieder Whisky: Highland Games mit Hinderniss …” (Lauwarme Schottenromanze) – Jona Dreyer

© Jona Dreyer  |  Cover & Klappentext

Klappentext
»Frag doch mal Callum. Der kann dir bestimmt helfen.«

Mein genialer Plan:
Den Highlander meiner rosarot karierten Träume beeindrucken.
Die Realität:
Ich stehe unten ohne auf einer Wiese und singe »Scotland the Brave«, während mein Feinrippschlüpfer an einem Fahnenmast hängt und sich verzweifelt gegen den schottischen Wind zur Wehr setzt.

Was hat das mit den Highland Games, dem Ehemann der Queen, Rosamunde Pilcher und einem Taxifahrer zu tun? Und wie konnte das alles überhaupt passieren?

Nun ja. Ich habe Callum MacTavish gefragt …

Enthält folgende Dinge: popcornfressende Highlandschafe, Handicaps, brennende Willies, grantige Taxifahrer, den Prinzgemahl der Queen, Rosamunde Pilcher, fliegende Augen, Pannensex, regenbogenfarbene Kilts, Nessie, Haggis auf Beinen, geizige Schotten, Eddie the Eagle, eine Menge Anti-Helden, Uraltwitze und einen winzigen Cameo-Auftritt von se one änd only Dschörmäns. Ach ja, und Schmuddelkram.
Kann unter Umständen Diabetes und Bauchmuskelkater auslösen. Kein Reiseführer.

Die Printausgabe hat 248 Taschenbuchseiten (56.000 Wörter)

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Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich in die Geschichte reinkam, als es dann aber soweit war, war ich so drin, dass ich fast meine Nachtruhe dafür aufgegeben hätte (Gott sei Dank war Wochenende).

Die Geschichte um Ian und Callum hat Spaß gemacht, war wirklich witzig mit so einigen Slapstickszenen, die gute unterhalten haben. Jeder der beiden Männer hat ein Handicap, der eine offensichtlich, der andere tief in sich vergraben. Obwohl Jona Dreyer ein wirklich lustiges Buch geschrieben hat, schwingt zwischen den Zeilen doch ein bisschen was anderes mit. Beide Jungs zeigen uns, was Menschen mit unbedachten Äußerungen anrichten können. Callum versteckt sich seit vielen Jahren hinter einer griesgrämigen Maske und Ian ist ein Tollpatsch vor dem Herrn. Je besser Ian mit Callums Hilfe beim Training für die Highland Games wird, umso selbstbewusster wird er, umso mehr lässt seine Tollpatschigkeit nach. Je länger sie miteinander trainieren, umso öfter lacht und lächelt Callum. Die beiden zusammen sind einfach die Schau *g*.

Natürlich darf auch das “kleine A***loch” nicht fehlen, aber er spielt bei so vielen liebenswerten Szenen um die beiden Hauptprotagonisten nicht wirklich eine Rolle.

Mir hat es Freude gemacht, mitzubekommen, wie sich Ian entwickelt, wie Callum ihm bei seinem Traum zur Seite steht, das Felsen in der Brandung nicht wirklich so “hart” sind – zumindest nicht immer ;-) -, zumindest, wenn sie aus Fleisch und Blut sind und das “dabei sein” manchmal wirklich mehr ist. Das Herzblut vor Kampf gewinnt und dass das Leben nicht immer so bierernst sein muss.

Jona Dreyer hat mir mit ihrem Buch ein amüsantes Wochenende verschafft und ich hoffe schwer, dass sie wirklich ernsthaft überlegt, aus den “Lauwarmen Schottenromanzen” eine Reihe zu machen.

Bis bald,

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Gay Romance mit Humor findet man ja nicht so oft. Und wenn dann noch ein bisschen ernsthaftere Aspekte dazu kommen, umso besser. Ich glaube, das Buch muss ich mir mal auf die Leseliste setzen, Deine Rezension hat mich neugierig gemacht.
LG Gabi