“Nachtisch für Zwei (Geschichten aus dem kuriosen Kochbuch 5)” – Mary Calmes

© Dreamspinner Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Eine Geschichte aus dem Kuriosen Kochbuch

Boone Walton hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Er lebt jetzt nur noch für seine Kunstgalerie in New Orleans und seine Freundschaft mit Scott Wren. Alles scheint sich langsam zu normalisieren und wieder in geregelten Bahnen zu verlaufen. Boone könnte nicht glücklicher sein.

Scott Wren, ein junger Koch und Restaurantbesitzer, möchte mehr als Freundschaft. Er will eine echte Beziehung zu Boone, doch der hat davor eine Heidenangst. Und das liegt nicht nur an dem Geist, der in Scotts Wohnung herumspukt. Es liegt auch nicht an Scotts Familie. Nein, es liegt daran, dass Boones Vergangenheit ihm einen unerwarteten Besuch abstattet. Es gibt eigentlich nichts, was sich zwischen Boone, Scott und die Mousse au Chocolate drängen kann, deren Rezept Scott in einem kuriosen, alten Kochbuch gefunden hat. Nichts, bis auf das Meer des Leidens, das Boone überqueren musste, um im Big Easy ein neues Leben zu beginnen. Doch das Rezept hat eine geheime Zutat, die in Boone ein Vertrauen und eine Liebe weckt, wie er sie bisher noch nie erfahren hat.

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Bisher hatte ich so meine Zweifel, ob es DIE perfekte Kurzgeschichte wirklich gibt. Ich finde es immer schwierig, so einen bunten Strauß an Emotionen, Personen und Geschehnissen auf ca. 100 Seiten oder weniger unterzubringen und nichts zu kurz kommen zu lassen und ganz ehrlich, allzu viele sind mir bis jetzt auch noch nicht untergekommen. Oh, es gab einige wirklich, wirklich gute, aber so, dass ich das Buch geschlossen habe und dachte: “passt, besser kann man es nicht machen”, kam so noch nicht wirklich oft vor.

Mary Calmes, deren Schreibstil ich sehr mag, hat in dieser kleinen Geschichte meiner Meinung nach alles perfekt verpackt. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich es bei einer KG einmal sagen würde: “Ich habe nichts vermisst”. Oh Gott, ich wiederhole mich, aber ich bin echt begeistert *g*. Klar, könnte man wie auch sonst alles noch etwas ausschmücken, mehr aus Boones Vergangenheit, noch mehr von Scotts Restaurant oder ausschweifender über New Orleans oder Japan erzählen, aber – und hier wiederhole ich mich noch einmal – die Balance zwischen “ist nötig” und “es war zu viel des Guten” ist wirklich gut ausbalanciert worden.

Man erfährt, warum Boone so zurückhaltend ist und immer den Ticken zu spät kommt, wenn er denn schon mal den Mut aufbringt, auf Scott zuzugehen. Ebenso werden die Gedanken Scotts überzeugend dargelegt, warum auch er die Initiative nicht ergreift, denn als Leser spürt man förmlich, wie die beiden umeinander herumschleichen und zwar wollen, aber nichts unternehmen.

Und dann gibt es ja noch die Mousse au Chocolate und Florence , ganz ehrlich, beides hätte ich gerne mal in meinem Leben *g*.

Für mich ist “Nachtisch für Zwei” eine rundum perfekte, liebevoll und herzerwärmende (auch wenn ich kurzzeitig bei Boones Vergangenheit die Tränen in den Augen stehen hatte) Geschichte um zwei tolle Männer und deren Freunde und Familie.

Bis bald,


Das Foto wurde wie folgt zur Verfügung gestellt: “Freie kommerzielle Nutzung – Kein Bildnachweis nötig”.

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