“Mord in Key West” – C.S. Poe

© Dreamspinner Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Aubrey Grant lebt im Stadtviertel Old Town des tropischen Paradieses Key West, hat ein hübsches Häuschen, eine schnuckelige Vespa und die großartige berufliche Aufgabe, das denkmalgeschützte Anwesen eines ehemaligen Kapitäns zu verwalten. Beim Besuch seines angehenden Freundes, dem erfolgreichen FBI-Agenten Jun Tanaka, der sich bei ihm etwas Erholung gönnen möchte, kann selbst Aubreys Narkolepsie die Vorfreude auf ihre Ferienpläne nicht trüben.

Doch dann macht ihnen ein Skelett in einem Schrank des historischen Smith-Hauses einen Strich durch die Rechnung. Obwohl Aubrey und Jun sich vorgenommen hatten, die gemeinsame Zeit zu genießen, führt sie die Identität des Skeletts zu einem über hundert Jahre alten Geheimnis. Sie entdecken die Geschichte eines Piratenkönigs und seines verloren geglaubten Schatzes sowie einen Mörder der Gegenwart, der vor nichts haltmacht, um die verborgenen Reichtümer aufzuspüren. Und als selbst der sein Unwesen treibende Mörder nicht ausreicht, um Aubrey von dem Chaos fernzuhalten, scheint ihn sogar der ruhelose Geist des verstorbenen Captain Smith zu warnen.

Möglicherweise wird sich die ungewöhnliche Kombination aus Agent und Historiker als genau richtig erweisen, um Licht in den Fall zu bringen und mit einer alten Tragödie von Key West abzuschließen. Während Aubrey jedoch der Schatzkarte folgt, könnte jeder falsche Schritt sein letzter sein.

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Ein bisschen Crime, ein bisschen Mystery und einen Hauch von Romance und schon hat man eine gut unterhaltende Geschichte!? Hach, wenn’s doch immer so einfach wäre *g*.

Aubrey und Jun, ein Pärchen wie Tag und Nacht. Der eine quirlig und bunt, der andere stoisch und schweigsam – das ergibt eine klasse Mischung. Die beiden Männer kannten sich schon einige Zeit, bevor sie zusammenfanden. Leider erfährt man über diese Zeit zu wenig, da es wohl schon eine andere Reihe gibt, die noch nicht übersetzt wurde, in der Jun und Aubreys ehemaliger Freund eine Rolle als FBI-Agenten spielen. Ich werde allerdings nie verstehen, warum man mit einer Sidestory einsteigt und dem Leser das Vorwissen vorenthält.
Aber egal, wenn man diesen Aspekt außen vor lässt, dann bekommt man eine in sich schlüssige Geschichte, die einem so manches Mal auch ein Grinsen ins Gesicht treibt.

Wie gesagt, Aubrey ist lebhaft (solange ihn seine Narkolepsie nicht überrascht), beliebt bei Kollegen und Nachbarn und liebt seinen Museumsjob, den er gewissenhaft ausübt. Es ist ja wirklich nichts besonderes, wenn man in einem Museum über eine “Leiche” stolpert, wenn die allerdings da nicht hingehört und es dir keiner glaubt, da sie so schnell wieder verschwunden ist, wie sie aufgetaucht ist … Wie gut, dasss Jun seinen Urlaub (den er sich sicherlich komplett anders vorgestellt hat ;-) ) mit und bei Aubrey verbringen will und als FBI-Agent ganz andere Möglichkeiten und zudem noch eine andere Sichtweise auf die Angelegenheit hat.

Viel brauche ich über die Handlung selbst nicht erzählen, der Klappentext verrät einiges. Sowohl der Hauptstrang als auch die kleinen Nebenhandlungen sind unterhaltsam und geben einem das Gefühl, dass die Geschichte lebt. Mir hat sie alles in allem gut gefallen und sollte ich irgendwann mal Zeit haben, dann werde ich mir die “vorangehende” Reihe (Snow & Winter, von der sich 2 der derzeit 3 Bände schon auf dem Reader befinden und die es bis dato nur im Original gibt) zu Gemüte führen.

Als Cover-Fetischist, stören mich einzig die beiden abgebildeten Männer. Denn für Protagonisten die beide +/- 40 Jahre alt sind (und hier lasse ich auch das manchmal überdrehte Auftreten Aubreys nicht wirklich gelten) sind die Jungs auf dem Cover eindeutig ZU jung. Wobei mir das Cover als solches wirklich gut gefällt – nur ist es halt, wenn man die Handlung kennt nicht mehr ganz stimmig für mich.

Wen das nicht tangiert, der kann sich auf eine wirklich gut zu lesende Crime-Mystery -mit ein bisschen Love- Story freuen.

Bis bald,

Weitere Meinungen zum Buch findet ihr auf dem Blog von Frau Laberladen und auf Goodreads bei Risa