“Manege der Wölfe” – Erin Tramore


© Erin Tramore  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Der tierliebe Nathan ist entsetzt: Der Wanderzirkus, der in seiner Heimatstadt gastiert, hält Wölfe gefangen. Zu Recherchezwecken besucht Nathan eine Vorstellung und fühlt sich unwiderstehlich zu dem Messerwerfer Marlon hingezogen. Das hindert ihn jedoch nicht daran, mit seiner Tierschutzgruppe einen Wolf aus dem Zirkus zu befreien und im Wald auszusetzen.
Der Wolf ist nicht sonderlich begeistert, denn es handelt sich um keinen anderen als Wandler Marlon in seiner Wolfsgestalt. Er gibt sich Nathan zu erkennen und hat gleich noch eine Neuigkeit für ihn: Nathan ist ein „schlafender Wandler“, dessen wahre Natur von der Begegnung mit seinem Seelengefährten erweckt wurde. Dieser Seelengefährte ist ausgerechnet Marlon, der von dem Konzept des vorbestimmten Schicksals rein gar nichts hält. Seine Freiheit ist ihm wichtiger. Doch ein schlafender Wandler bedeutet große Macht für den Gefährten, der ihn für sich beanspruchen kann, und schon bald hat es ein skrupelloser Alpha-Wandler auf Nathan abgesehen.
Müssen sich Nathan und Marlon gegen ihren Willen miteinander verbinden, um Nathan zu schützen?

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Dies ist jetzt die zweite Geschichte von Erin Tramore, die ich gelesen habe. Gestaltwandler sind ja gerade sehr angesagt, sodass man kaum an ihnen vorbeikommt. Dank KU kann man auch nicht wirklich viel verkehrt machen und so konnte ich mir die Geschichte als “Versucherle” holen.
Nathan ist einfach nur gutmütig und genau der Typ Mensch, der gerne ausgenutzt wird. Erst gibt er seinen Beruf auf, um seinen alten Onkel zu pflegen, bis dieser stirbt. Dann nimmt er einen Job an, in dem er als billige Arbeitskraft angestellt ist, dies aber selbst nicht so wirklich sieht. Dazu arbeitet er noch ehrenamtlich im Tierheim bei seiner besten Freundin. Genügsam wie er ist, passt ihm – trotz der ganzen “aber” – sein Leben ganz gut so wie es ist. Tja, bis ein Wanderzirkus in seine Stadt kommt. Auf der einen Seite gefällt es Nathan nicht, dass dieser Zirkus auch Wölfe hält, auf der anderen Seite fasziniert ihn das Ganze schon sehr, obwohl er gar nicht versteht, was ihn immer wieder dorthin zieht. Sind es die Wölfe selbst oder ist es doch eher Marlon?

Die sich zwischen den beiden Männern entwickelnden Gefühle werden gut erzählt, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass Marlons Dickschädel einen Ticken zuviel war. Aber vielleicht war auch nur der Unterschied zum gutmütigen Nathan einfach zu groß. Es war jetzt nicht wirklich extrem, aber manchmal hätte ich sowohl dem einen, als auch dem anderen einfach mal gerne einen leichten Klaps auf den Hinterkopf gegeben *g*.

Die Geschichte unterhält gut, war jetzt aber auch nicht DAS Highlight schlechthin. Um den Spannungsbogen noch ein bisschen anzuheben, gibt es einen Krimianteil, der gut geschrieben ist und die ganze Geschichte runder macht. Ich würde sagen, dass die Mischung aus Fantasie, Romanze, Drama und ein bisschen Sapnnung gut gelungen ist. Einzig, dass Nathans beste Freundin sein “Outing” als Gestaltwandler und die Existenz dieser Spezies einfach so hingenommen hat, war für mich nicht so ganz nachvollziehbar. Wie schon gesagt, es war jetzt nicht die überzeugendste Gestaltwandlergeschichte, obwohl das mit dem “schlafenden Wandler” durchaus eine gute Idee war, aber für ein Lesewochenende war es eine nette Geschichte.

Bis bald,

 

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