“Langsam schlich er sich ins Herz” – Mary R. Smith

© Mary R. Smith  |  Cover & Klappentext

Klappentext *)
Im Zuge einer betrieblichen Umstrukturierung erhält der 24-jährige Keith Bennett eine berufliche Chance, die er zunächst nur widerwillig annimmt. Er möchte nicht für Dr. Samuel Thompson arbeiten, den er nur vom Sehen kennt und für einen Miesepeter hält; bis er ihn richtig kennenlernt.
Anfangs sträubt er sich, die aufkommenden Gefühle zuzulassen, bis sie sich plötzlich näherkommen. Es könnte perfekt sein, doch Sam hat eine Familie. Keith weiß, dass er sich nicht auf ihn einlassen sollte, ist jedoch machtlos gegen die eigenen Gefühle.
Um das Chaos perfekt zu machen, belastet ihn ein Streit mit seinem besten Freund und er wird Opfer einer hinterhältigen Intrige.

Wörter: rund 111.000 – 454 TB-Seiten

Es handelt sich um eine in sich abgeschlossene Geschichte. Band 1 hat also KEIN offenes Ende.
Band 2 erscheint im Herbst/Winter 2017.

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Mittlerweile weiß glaube ich jeder, der schon eine zeitlang meinen Blog “verfolgt”, dass ich ruhige, sich entwickelnde Geschichten, die im allerbesten Fall auch noch Fortsetzungen bis hin zur Serie haben, wirklich sehr mag.

Ich habe (glaube ich zumindest) jedes Buch, das Mary R. Smith geschrieben hat, gelesen. Irgendwie hat die Autorin durchaus einen Hang zum (positiven) Drama und der Verbrauch so einiger Taschentücher geht auf ihr Konto.

Und dann kamen Keith und Samuel. Die beiden kommen so ganz ohne großes Drama aus und schafften es dennoch mich über die erwähnten 111.000 Worte hinweg bei der Stange und noch besser, bei Laune zu halten. So ein bisschen konnte ich mich wirklich in Keith hineinversetzen, denn wenn man weiß, wie es ist, einen neuen Chef zu bekommen, der noch dazu aus der Ferne betrachtet bis dato nicht die allergrößten Sympathiepunkte sammeln konnte, dann weiß man auch, wie ihm zumute war. Die Nachricht, dass Dr. Samuel Thompson sein direkter Vorgesetzter wird und er nur noch und ausschließlich (außer während der Urlaubsvertretungen) ihm zuarbeiten muss, traf ihn wie ein Schlag. Zumal er mit seinem bisherigen Chef ja auch nicht “unzufrieden” war.

Aber …

So zeigt sich, dass der erste Arbeitstag bei weitem nicht so schlimm wird, wie Keith es sich ausgemalt hat und das es von Tag zu Tag besser und leichter (wenn auch anstrengender) wird. Dazu noch dieses permanente Herzrasen *g* … und schon wurde das Klischee “Chef” “Sekretär” erfüllt. Toll findet er Samuel ja schon, aber als (vermeintlich) glücklicher Familienvater ist er zudem noch unerreichbarer, als eh schon durch das Angestelltenverhältnis vorgegeben. Aber man darf ja schwärmen …
Tja, und dann kommt es wieder “erstens anders, als man zweitens denkt” .

Keith eigene Geschichte ist nicht wirklich einfach und als Samuel dann mit seiner (im übrigen wunderbaren) Familie um die Ecke kommt, ist er schlichtweg einfach überfordert.
Als dann jedoch ein mieser, kleiner Intrigant versucht ihn fertig zu machen, ist er heilfroh, nicht nur seine Freunde, sondern auch Samuel an seiner Seite zu wissen. Aber auch dieser Erzählstrang ist jetzt nicht mit der Dramaturgie von z.B. Carls Geschichte zu vergleichen, passt aber wunderbar in die Story hinein.
Ich fand es klasse, zu verfolgen, wie die beiden Männer sich besser kennenlernen, sich annähern und wie die Beziehung zwischen ihnen wächst. Gerade solche Geschichten haben für mich einen besonderen Unterhaltungswert, denn nach einer hektischen Arbeitswoche braucht man manchmal auch einfach was für’s Gemüt. Wer also ebenfalls auf solche “Geschichten für ein gemütliches Wochenende” steht, ist mit diesem Buch wunderbar bedient.

Ich finde es wunderbar, dass Mary R. Smith an einem zweiten Band schreibt und dieser im Herbst/Winter 2017 erscheinen soll . Die Geschichte hier ist in sich abgeschlossen, so dass man beruhigt und in Ruhe auf das nachfolgende Buch warten kann.

Bis bald,

 

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