Kurz und knapp: “(K)ein Flug zurück” – Ray Celar

© Ray Celar  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Kyle muss seinen Flug nach Texas unbedingt bekommen! Nachdem er seinen Neffen in der jüngsten Vergangenheit so oft vertröstet hat, kann er es sich nicht leisten, schon wieder ein Versprechen zu brechen.
Als jedoch ein Schneesturm seine Pläne durchkreuzt und ein alter Bekannter zurück in Kyles Leben geschneit kommt, wird aus der Reise zurück zu seiner Familie eine Reise zurück in seine Vergangenheit. Schon bald muss sich Kyle die Frage stellen, was nun Vergangenheit und was Zukunft ist.

Entspricht 224 Seiten

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“(K)ein Flug zurück” ist das erste Buch von Ray Celar, dass ich gelesen habe. Ich durfte eine gut geschriebene und in sich schlüssige Geschichte genießen. Dass ich mit Kyle zwischendurch meine Schwierigkeiten hatte, liegt eher an meinem Dickschädel, denn an Kyles Handlungen. Es ist ein romantische und liebevolle Geschichte, die ab dem ersten Wiedersehen von Kyle und seinem alten Bekannten auf ein Happy End hinausläuft. Dass zwischendurch alte Begebenheiten wieder hochkommen, ist manchmal herzzerreißend und ein anderes Mal einfach nur schön.

Was ich als einziges nicht verstanden habe und was ich (und hier kommt wieder der “Bock” bei mir durch) gerne geklärt gehabt hätte, ist,  dass das, was Kyle in der Vergangenheit angetan wurde, noch ihm als jetziger Staatsanwalt nie angegangen wurde. Denn spätestens nachdem er sein Studium abgeschlossen hatte und in den Staatsdienst ging, hätte er alle Möglichkeiten gehabt, diese Vorgänge zu unterbinden und die handelnden Personen zur Rechenschaft zu ziehen. Dass das in der Geschichte nicht einmal in Erwägung gezogen wurde, ist für mich der Grund, warum es keine glatten 4.5* gibt, sondern eher die Tendenz zu den 4* geht.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass der Autor mit diesem Buch einen für mich guten Einstand geliefert hat. Ich bitte also darum: Weiter so!

Nachtrag: Wofür so eine Rezi doch alles gut ist. Ich habe soeben wieder was für’s Leben gelernt :-) .
Zum einen ist es wohl in manchen Staaten der USA keine Straftat, jemandem die Homosexualität per Therapie austreiben zu wollen (auch wenn man die Methoden wo anders als Folter ansehen würde), zum anderen ist auch die Zulassung von Staatsanwälten in anderen Bundesstaaten nicht automatisch gegeben, sodass Kyle als New Yorker Staatsanwalt mit der Strafverfolgung in Texas keine Berührungspunkte hat.
Ok, jetzt bin ich wieder etwas schlauer, aber glücklich macht mich das (mit dem Blick auf Kyle) nicht wirklich. Dazu mochte ich ihn
 viel zu sehr, als dass mich sein Schicksal unberührt gelassen hätte.

Bis bald,

 

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