Kurz und knapp: “Ein Anfang” – Simon Winter

© Simon Winter  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Tom Bachran hat die Liebe seines Lebens bei einem tragischen Unfall verloren. Seitdem hat es kein anderen Mann mehr in sein Leben, geschweige denn in sein Herz geschafft. Beim Joggen hat er eine Begegnung, die nach und nach sein Leben verändert.

Bjarne Petersen spielt erfolgreich Fußball, ist Nationalspieler und schon lange Jahre Kapitän bei seinem Verein. Über finanzielle Dinge muss er sich keine Sorgen machen, ist in der Stadt ein gern gesehener Gast und kümmert sich mit seiner Stiftung liebevoll um kranke Kinder. Eigentlich hat er alles was man sich wünschen kann. Doch irgendetwas fehlt. Von seiner langjährigen Freundin hat er sich gerade getrennt und sportlich dümpelt sein Verein im unteren Drittel der Tabelle. Beim Joggen hat er eine Begegnung, die nach und nach sein Leben auf den Kopf stellt und ihn vor neue Herausforderungen stellt.

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SuB-Abbau ist immer mal ein Thema (und sollte viel öfter stattfinden) und ja, auch dieses Buch lag schon lange im Stapel und musste erst vom Staub befreit werden. Tja, es wurde mal wieder ein “hätte” Buch, denn …

… eigentlich hätte die Geschichte richtig Potential;
… eigentlich hätte sie richtig gut werden können und
… hätte doch nochmal jemand drübergelesen :-(.

Ich mag Geschichten, die ein “sportliches” Thema haben, drum habe ich mich für dieses entschieden. Ich weiß nicht, ob der Autor jünger als Tom und Bjarne ist, die beide um die 30 Jahre alt sind, aber ich hatte so meine Schwierigkeiten, das Alter der beiden mit ihrer “Reife” in Einklang zu bringen. Entsprachen sie von ihren Handlungen das eine Mal ihrem Alter, so verhielten sie sich das nächste Mal wie 20-jährige. Unreif, bockig und nicht wirklich rational (ich weiß, dass wenn Gefühle im Spiel sind, ist das nicht immer einfach, aber so?). Vielleicht habe aber auch ich nur das verkehrte Alter für das Buch und bin einfach zu rational?
Zudem leidet Tom meiner Meinung nach unter Depressionen und keinen Menschen interessiert es, obwohl mit bester Freundin und dem Freund/Kollegen Menschen mit medizinischer Ausbildung um ihn herum sind?
Aber gut, der rote Faden der Geschichte ist da und wird (inkl. einiger Rückblenden) gut verfolgt, sodass man als Leser durchaus das Gefühl hat, auf dem Laufenden zu sein. Wer eine zutiefst romantische Ader hat (und sich nicht an den Fehlern stört), wird hier sicherlich glücklich werden. Wer aber, so wie ich, nicht ganz in das Buch reinfindet, wird wohl über die diversen “hätte-Dinge” stolpern.

Und ja, es wäre schön, wenn der Fußball schon so weit wäre, dass man so tiefenentspannt mit schwulen Spielern umgehen würde. Aber dafür sind Geschichten ja da, man wird ja wohl träumen dürfen.

Bis bald,