Kurz & knapp: “Die Poesie von Kuchen” – Jona Dreyer

© Jona Dreyer  |  Cover & Klappentext

Klappentext
»Deine Kunden kommen ja wegen dir und nicht wegen deiner furztrockenen Kuchen.«

So weit, so gut. Leider sieht es trotzdem so aus, als müsste ich mir meinen Traummann selbst backen. Bisher hat sich nämlich noch keiner in meine Konditorei verirrt, um meine genialen Kreationen wie Olivenkuchen und gesalzene Bananenmuffins zu probieren. Stattdessen vergäre ich hier mit einer grantigen Texanerin, einer bärtigen Lady und einem Verehrer mit gebohnerter Glatze langsam zu Sauerteig.
Aber dann geht eines sonnigen Morgens die Tür auf und ein feuchter Traum mit dem Charme eines sexy Versicherungsvertreters stolpert in den Laden.
Soll ich ihn fragen, ob er mal von meinen Quarkbällchen naschen möchte?
Unbedingt. Doch noch während ich darüber nachdenke, will mir plötzlich jemand ganz anderes an den Kuchen …

Enthält: Furchtbar kitschige Bäckermetaphern, viel Zucker (logisch!), skurrile Mitarbeiterinnen, sonnengegerbte Schmierlappen, zu kurze Miniröcke, Keramikgebisse, abenteuerliche Kuchenkreationen, Hengste in Strickpullundern und natürlich auf kommunikativen Missverständnissen basierende Minidramen.
KEIN BACKBUCH. (Ein Kuchenrezept ist aber trotzdem dabei)

ca. 152 Taschenbuchseiten

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Ich brauchte mal wieder etwas leichtes und unterhaltsames, bei dem ich mir keine Gedanken machen muss, ob alles so passt wie es geschrieben und vielleicht auch recherchiert wurde. Es gibt so ein paar Autoren, auf die kann man in so einem Fall immer zurückgreifen und man weiß, dass man gut aufgehoben ist – Jona Dreyer ist eine davon.

Die Geschichte von Harry und Hector ist eigentlich so alltäglich, dass man sich durchaus auch selbst darin erkennen kann. Hat nicht schon jeder von schon mal die Situation erlebt, dass man um einen Menschen, den man richtig gut fand, herumgeeiert ist, ohne den Mund aufzubekommen. Dass Momente an einem vorbeigingen, in denen man einfach nur mal etwas hätte sagen sollen? Tja, auch Harry und Hector können das wunderbar *g*. Dazu noch ein paar gute Freunde, einen Verehrer, den man nicht will und gutes Essen – was will man eigentlich mehr? Zwischendurch noch ein paar Szenen, die einen laut auflachen lassen (ich sage nur: “weißer Zuckerguss auf rotkarierter Schürze …”).
In dieser Geschichte findet jedes Töpfchen sein Deckelchen bzw. alles Süße seinen Abnehmer, auch wenn es erst so gar nicht den Anschein hat. Und außerdem ist das Kuchenrezept, dass man obendrauf erhält, wirklich klasse :-).

Jonas locker-leichte Bücher machen Spaß und helfen mir beim Herunterkommen und doch sollte ich mich mal so langsam an ihre “großen” Projekte ransetzen, um zu sehen, ob mir auch diese liegen.

In diesem Sinne, bis bald

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