“Knappe der gebrochenen Herzen” (Laguna Love 2) – Tara Lain

Klappentext *)
Nicht umsonst lautet der Spitzname von Bauarbeiter Jim Carney ‘der Jagdhund‘: Seine Beziehungen mit Frauen sind kurz und unbedeutend und sein Leben wird von zu viel Alkohol und zu wenig Verantwortungsbewusstsein geprägt. Doch dann erhält er von seinem besten Freund und Chef Billy die Chance auf den Posten des Bauleiters. Als er für seinen neuen Job eine Routineuntersuchung durchführen muss, sieht er sich gleich mit zwei Herzproblemen konfrontiert: einer defekten Mitralklappe und seinem Kardiologen Ken Tanaka. Dieser ist die Personifizierung seiner heimlichen Wünsche, doch Jim ist der Überzeugung, nicht schwul zu sein…

Buch ist in sich abgeschlossen. Entspricht 280 Romanseiten.

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So, da nun Band 5 der Reihe rund um die Liebe in Laguna und ich Buch 1 “Ritter der einsamen Herzen” ja schon 2016 gelesen habe, sollte ich die Geschichten 2,3 und 4 doch auch endlich mal lesen … Nun denn, es wird ein Laguna Love (& Cursed Verlag) Lesemarathon werden ;-), denn es sind gerade ein paar mehr Bücher von ihnen erschienen, die mir vom Klappentext her gut gefallen haben und auf den Reader gewandert sind.

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Jim Carney, der Weiberheld … dachte ich mir, als ich den Klappentext gelesen habe. Dann aber zu verfolgen, wie er versucht, jedem Hetero-Klischee gerecht zu werden, um ja nicht irgendwie “schwuchtelig”, weich und schwach zu wirken, ist mitleiderregend. Zu lesen, in was er sich da verrannt hat, bringt einen fast dazu, ihn einfach nur schütteln zu wollen. Statt dass er sich ein Beispiel an seinem Freund Billy nimmt, der endlich zu sich selbst gefunden hat, ohne sich zu verlieren … nein, Jim ist kreuzunglücklich und leidet still mit seinem besten Freund, dem Alkohol.

Irgendwie hat man das Gefühl, dass von jetzt auf gleich, seine Welt in einem Aufwasch zusammenbricht und nichts mehr ist, wie es wahr. Er bekommt einen, ach nein zwei Mitbewohner in seiner wirklich kleinen Wohnung, sein gesundheitlicher Zustand lässt zu wünschen übrig, seine Freundin ist irgendwann weg und dann ist da auch noch Ken, der sein Leben komplett durcheinander bringt. Also was soll ihm das Leben noch bringen, wenn es eh schon Kopf steht? Tja, da gibt es dieses Spruch: “Wenn irgendwo eine Tür zugeht, dann geht …”. Quatsch, wenn du in einem Haus sitzt und alle Fenster und Türen gefühlt vernagelt sind, was soll man dann noch tun …?
Ganz langsam erkennt Jim, dass sein Leben nicht so weitergehen kann, dass er zu dem stehen muss, was er ist und was er fühlt, denn er hat Verantwortung. Er muss seinen Posten als Bauleiter ausfüllen, er muss für seine “Mitbewohner” sorgen und er will Ken *g*. Ach ja, sich selbst sollte er wohl auch nicht vergessen!
Aber auch Ken hat es nicht leicht, denn er kommt aus einer sehr traditionellen Familie und seine Mutter macht ihm mit ihrem Wunsch nach einer Familie für ihren einzigen Sohn das Leben mehr oder weniger schwer. Ganz langsam erkennt er, dass seine Mutter gar nicht so weltfremd – aber deswegen nicht weniger anstrengend – ist. Somit hat auch Ken die eine oder andere Baustelle in seinem Leben, um die er sich “kümmern” muss.

Die Chemie zwischen Jim und Ken passt einfach, dazu noch ein paar Freunde, die hinter ihnen stehen, damit lässt sich doch was anfangen :-). Aber keine Bange, es gibt immer noch genügend Aufregung, Verwicklungen und Ärger, aber auch einige positive Überraschungen und Wendungen, sodass man sich die kompletten 280 Seiten gut unterhalten fühlt.

Ich wünsche gute Unterhaltung für und bei diesem Buch – ich hatte sie :-).

Bis bald,

Elke

*) Das Copyright für Cover und Klappentext liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Rezension beim Cursed Verlag

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