“Kein Mann für Brent” – Ariel Tachna

© Cursed Verlag  |  Cover & Klappentext

Kappentext
Navashen ist in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen, doch mit viel Fleiß und harter Arbeit hat er sich einen guten Ruf als erfolgreicher Arzt erkämpft. Nach 16 Jahren kehrt er nun in seine Heimatstadt zurück und trifft dort auf seinen ehemaligen Klassenkameraden Brent – der verdammt gerne Leute miteinander verkuppelt.
Während die Freundschaft zwischen ihnen mehr und mehr wächst, setzt Brent es sich zum Ziel, Navashen an den Mann zu bringen. Seine Bemühungen werden allerdings von Navashens unberechenbaren Arbeitszeiten torpediert, für die die wenigsten Dates Verständnis zeigen. Und Brent übersieht dazu noch einen wesentlichen Punkt: Vielleicht wäre er selbst der perfekte Mann für Navashen…

Entspricht 200 Romanseiten.

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Navashens Geschichte hat mich wirklich die komplette Lesezeit bei sich behalten und es mir schwer gemacht, das Buch auf die Seite zu legen. Alles was Nav im Leben erreicht hat, hat er sich schwer erkämpft. In einem ganz anderen Kulturkreis innerhalb Amerikas groß geworden, ist und war vieles für ihn selbstverständlich, wogegen wir uns sicherlich ab einem bestimmten Zeitpunkt gewehrt hätten. Egal, ob es darum ging, die Familie finanziell zu unterstützen (was wohl so gut wie selbstverständlich war) oder immer und jederzeit für seinen kleinen Bruder da zu sein, der in seiner Entwicklung etwas zurückgeblieben ist. Das Schöne war, dass man nie das Gefühl hatte, dass das gemacht werden muss, sondern es war halt einfach so. Ich hatte nie den Eindruck, dass Nav ein Weichei ist und das halt einfach aus Bequemlichkeit tat, denn wenn ihm etwas gegen den Strich ging, hat er sich durchaus durchgesetzt

Aber genau dieser kleine Bruder ist das Sahnehäubchen auf dieser süßen Geschichte. Akshat muss man einfach mögen. Egal wer wann auf ihn trifft, er gehört einfach dazu, ohne dass es ge- oder erzwungen wirkt. Er sammelt die Herzen ein, für die Navashen einfach nie Zeit hatte und egal welcher Mann jemals in Navs Leben passen sollte, Akshat gehört dazu.

Die Geschichte ist nicht spektakulär, sie ist zu keiner Zeit aufdringlich, sondern wird ruhig und gelassen ohne großes Drama erzählt. Sie ist aber auf jeden Fall warmherzig, lieb (ohne zu zuckrig zu sein) und zeigt, dass man Menschen mit einem Handicap auch ohne erhobenen Zeigefinger und schlauen Sprüchen als Nebencharakter in eine Lovestory mit einfließen lassen kann.

Was mit gut an diesem Buch gefallen hat, war, dass man eine Geschichte über zwei Männer vor sich hat, aber drei besondere Menschen bekommt :-).

Der einzige Punkt, der mich dann doch noch gestört hat, war das schnelle Ende. Klingt jetzt vielleicht sehr zickig (wenn denn schon mal ein Epilog da ist), aber hier und beim letzten Kapitel noch ein paar Seiten mehr und ich wäre verdammt glücklich gewesen. So war es gut, hat dieses andauernde Wohlfühlgefühl beim Lesen dann für mich leider doch etwas gedämpft. Dennoch darf sie in den re-read-Ordner.

In diesem Sinne …

bis bald,

Eine weitere Meinung zum Buch gibt es über Goodreads bei Risa

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