“Ihm zu vertrauen” – Grace R. Duncan

Cover & Klappentext *)
Für Malcolm steht seit zwei Jahren fest: keine Beziehungen, keine Subs und erst recht keine Beziehungen mit Subs. Als ihn sein bester Freund zu einem Clubbesuch überredet, rechnet Mal mit allem – aber nicht damit, dass er an diesem Abend einen Sub ersteigert. Doch von Kyle geht eine Anziehungskraft aus, der sich Mal nicht entziehen kann, und das Feuer zwischen ihnen brennt heiß. Als Kyle unvermutet vor seinen homophoben Eltern geoutet wird, steht ihre junge Liebe auf unsicheren Füßen, denn Mals tragische Vergangenheit ist nach wie vor nicht vergessen…

Entspricht 382 Romanseiten.

*************************

Nachdem ich zwischenzeitlich so einige unterschiedliche Reviews zu diesem Buch wahrgenommen habe, kann ich die eine oder andere Reaktion auf diese Geschichte durchaus nachvollziehen. Ich für mich kann sagen, dass ich es gerne gelesen habe. Allerdings konnte ich mich auch gut auf die BDSM-Handlung einlassen, sodass die Romanze zwar nett, aber mir nicht so wichtig war. Malcolm ist Sadist durch und durch, aber dennoch ein rücksichtsvoller und Kyle gegenüber liebevoller Mensch und ein wirklich angenehmer Zeitgenosse für viele andere Protagonisten in diesem Buch. Manchmal waren mir beide, Mal und Kyle ein bisschen naiv und fast schon zu romantisch, da war die Kluft zwischen Sadist, Masochist und dem wirklichen Leben nur schwer greifbar. Ob das nur daher kam, dass ich szenefremd bin oder ob es die Autorin einfach nicht geschafft hat, mir beides zu vermitteln – ich weiß es nicht.

Was mir aber wirklich gut gefallen hat, war, dass man (in einer Romance verpackt) lesen konnte, was sowohl im Sadisten, als auch im Masochisten vorgeht und wie weit man Grenzen stecken und sich innerhalb dieser sicher bewegen kann – wenn sich jeder an die Regeln hält. Malcolm war stets diszipliniert, hat immer auf das Wohlergehen seines Jungen geachtet, der sich – sehr zu Mals erstaunen – weit tiefer in die Qual treiben ließ, als es sich der Leser und auch so mancher Dom hat vorstellen können. Ja, es gibt viele Sexszenen und alle sind mit BDSM gespickt. Alle ließen sich gut lesen, nur eine einzige war mir dann doch zu lang – nicht zu heftig, aber eindeutig zu lang. Für mich als Laie, waren die Szenen gut und bildhaft beschrieben, sodass man sich die jeweilige Situation gut vorstellen konnte.
Dennoch kann ich nachvollziehen, was so einige andere Leser gestört haben könnte, denn es waren immens viele Sexszenen, mir blieb keine “Vanilla”-Szene im Kopf, sodass ich nicht mal sagen könnte, ob es eine gab. Ich könnte mir den Plot gut als Vorlage für einen BDSM Porno vorstellen, denn die Handlung um das Hauptthema herum war nett, aber eher nur Staffage. Nein, es waren keine wirklich Hardcore-Szenen dabei, aber doch mehr als so einige andere Bücher geboten haben, die ich bisher in dieser Richtung gelesen habe.

Das Buch hat mich trotz aller “Für und Wider” auf eine eigenartige Art und Weise bei sich behalten. Die einzige Geschichte die das bisher in dieser Schreibart (pornografisch angehaucht) geschafft hat, war die um Kyle & Jason von Andy D. Thomas. Ich denke, da steht ein re-read an :-).

Bis bald,

El

*) Das Copyright für Bild und Klappentext liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Rezension beim Cursed Verlag

Loading Likes...

1
Hinterlasse einen Kommentar

1 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
1 Comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:

Ich muss auch sagen, dass BDSM nicht unbedingt das ist, wonach ich bei Büchern speziell suche. Aber die Autorin hat es schon geschafft, rüberzubringen, was Mal und Kyle daran interessiert, was es ihnen bringt und auch ein bisschen, wie man sich dabei korrekt verhält, so dass alle Beteiligten was davon haben.
Der Rest war nett zu lesen und deshalb war das Buc unterm Strich schon eine nette Lektüre, die ich gerne gelesen habe.
LG Gabi