“Honigsommer” – Diana Wintermeer

© Diana Wintermeer  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Was tust Du, wenn Du Dich in Deinen besten Freund verliebst?

Sam zieht mit seiner Familie aufs Land, doch sein Unmut darüber schwindet, als er den gleichaltrigen Sohn der Nachbarn kennenlernt. Schnell verliert er sein Herz an die sommerliche Natur, die Freiheit und Alex, seinen neuen besten Freund. Aber nicht nur ihm geht es so. Es scheint, als hätte auch Alex nur auf jemanden wie Sam gewartet. Vom ersten Augenblick an fesselt die beiden Jungen ein unerklärliches Band aneinander und erst als sie ihren Kinderschuhen entwachsen und zu Männern heranreifen, beginnen sie zu ahnen, dass ihre Herzen weit mehr verbindet als eine schwurbrüderliche Freundschaft …

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Honigsommer ist eine stille, feingezeichnete Geschichte, die berührt.
Als Sam in das neue Haus einzieht, fühlt er sich fremd und entwurzelt. Doch als er den Nachbarjungen Alex kennenlernt und dieser ihn sogleich mit seiner Freundschaft “überrollt”, weiß er, dass er die Stadt und seine nicht ganz einfache Vergangenheit zurücklassen kann.
Mit Alex lernt er was es heißt zu leben, Spaß zu haben und Abenteuer zu erleben. In schönen Abschnitten wird die Geschichte der beiden Jungs von ihrem 10. Lebensjahr bis zum Schulabschluss erzählt. Sie lernen sich (selbst), ihre Gefühle zueinander, ihre Neugierde aufeinander und auch die Eifersucht kennen. All das, was im Laufe des Erwachsenwerdens eben passieren kann, wenn man sich von klein auf kennt und sich immer mehr vom anderen wünscht…
Lange Zeit kommt einem Sam als der “Schwächere”, Nachgiebigere vor – aber ist er das wirklich? Ist es vielleicht auch hier so, dass nicht immer der Extrovertierte auch der wirklich Stärkere ist?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es nicht mit lauten, gewaltträchtigen und verbal ausufernden Sprachbildern daher kommt, sondern eine Geschichte erzählt, die sich langsam und vor allem stimmig entwickelt. Als Leser hat man das Gefühl, dass es gar nicht anders kommen kann, als es schlussendlich kommt – und dies ohne langweilig zu werden. Auch wenn Alex’ Ego es fast geschafft hätte, der Geschichte noch eine andere Wendung zu geben.

Ich hatte das Glück, die Geschichte am heutigen Sonntag in einem Rutsch durchlesen zu können, so dass ich das Buch nicht – wegen sonst womöglich fehlender Nachtruhe – aus der Hand legen musste :-).

Diana Wintermeer hat auch mit dieser Geschichte wieder mein Herz berührt (dies hatte sie auch schon mit den beiden Teilen von “Die Farbe des Lichts” geschafft).

Bis bald,

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