“Herz ohne Fesseln” (Collars & Cuffs DE1) – K.C. Wells

© Dreamspinner Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Collars & Cuffs

Seit dem Tod seines Lebensgefährten und Sub vor zwei Jahren hat Leo nicht mehr gelebt – nur noch existiert. Er konzentriert sich darauf, das *Collars&Cuffs*, einen BDSM-Club im Schwulenviertel von Manchester, erfolgreich zu machen. Das ändert sich eines Abends, als er und sein Geschäftspartner sich zu ihrer wöchentlichen Besprechung im Severino’s treffen. Leo kann die Augen nicht von dem neuen Kellner lassen. Der schüchterne Mann scheint entschlossen, Leos Blick zu meiden, doch das ist wie ein rotes Tuch für einen Stier. Leo liebt Herausforderungen.

Alex Daniels kellnert im Severino’s, um das Geld für eine eigene Wohnung zusammenzukratzen. Er tut sich schwer damit, sich zu outen, doch er fühlt sich zu Leo hingezogen, dem umwerfend gutaussehenden Mann mit den eisig-blauen Augen, der fast jeden Abend in seinem Bereich isst.

Leo lässt sich Alex‘ Zögern nicht in die Quere kommen. Er hält ihn sogar vom Club fern, um ihn nicht zu erschrecken. Und Alex zu sagen, dass er ein Dom ist? Keine gute Idee. Aus einem Date werden zwei, aber Date Nummer zwei führt sie in Leos Schlafzimmer… und dazu, dass Alex Dinge über sich herausfindet, die ihm nie bewusst waren – und die er nie jemanden sehen lassen wollte.

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Ich mag BDSM Geschichten. Insbesondere die, in denen ein Neuling gut in die Szene eingeführt wird. Alex lebt noch zuhause, denn er möchte all sein Geld ansparen, um endlich in eine eigene Wohnung ziehen zu können. Weg von dort, wo er sich unwohl fühlt und nur von Eiseskälte umgeben ist. Eigentlich ist es egal, ob er da ist oder nicht, es interessiert eh keinen. Er jobbt nach seinem Studium in einem Restaurant, da sich beruflich noch nichts anderes für ihn ergeben hat und auch dort versucht er soweit wie möglich unsichtbar zu bleiben und niemanden auf sich aufmerksam zu machen. Tja, bis ihm Leo über den Weg läuft. Dieser Mann fasziniert Alex auf den ersten Blick. Aber naja, Götter darf man ruhig anhimmeln, denn sie würden sich ja niemals zu jemandem wie Alex “herablassen”. Ob ich Alex da mal nicht täuscht … ;-)

Leo hat seinen Partner und Sub durch einen Unfall verloren und sich seit diesem Tag auf niemanden mehr eingelassen, da er felsenfest der Meinung ist, dass es so eine D/s- Beziehung, wie er sie gehabt hat, kein zweites Mal möglich sein kann. Und doch fühlt er sich von Alex angezogen. Seit dieser Geschichte weiß ich definitiv, dass ich niemals ein Sub sein könnte. Alex scheint das Paradebeispiel dafür zu sein. Den Blick gesenkt, immer schön im Hintergrund bleiben, dankbar für jede Art von Anweisung sein und sich lenken lassen. Wie gut, dass er an jemanden wie Leo gekommen ist, der es wirklich nur gut mit ihm meint und das Tempo mitgeht, dass Alex vertragen kann.
Leo ist in der Szene anerkannt, wird geachtet und ist auch im Berufsleben sehr erfolgreich. Alex ist Student, jobbt für seinen Lebensunterhalt und kommt gerade so über die Runden. Zwei Welten, die hier aufeinander treffen, aber, und das ist das Schöne, der Liebe ist das mal sowas von egal :-).

Wer von euch auf zuckriges BDSM mit netten, anständigen Charakteren steht, ist hier wunderbar aufgehoben. Alex geht seinen Weg, egal ob als Partner, Kollege oder Sub. Beide Männer zusammen sind ein wirklich gutes Team und geben den jeweils anderen genau das, was dieser braucht. Die paar BDSM Szenen, die geschildert werden, sind relativ zahm, wobei ich dann schon verwundert war, was Alex sich alles vorstellen kann, das mit ihm passieren könnte.

Und wie es so ist, wenn man eine Serie beginnt, es gibt weitere Charaktere, die eine Geschichte verdient hätten. Pietro? Ganz klares ja! Ich will schließlich wissen, wie es mit Miles begann. UND es gibt Dorian, er ist ein kleines, verwöhntes Kerlchen, der dennoch ein meiner Meinung nach riesiges Potential für ein nicht ganz so “süßes, zartes” BDSM-Buch hergibt. Aber vielleicht täusche ich mich ja in Dorian? Mal schauen …
Tja, und vielleicht, nur vielleicht, tritt irgendjemand irgendwann Mal Alex’ kleinen Bruder dahin, wo das Licht doch eher selten hinkommt ;-).

Bis dahin,

Weitere Meinungen zu dieser Geschichte findet ihr bei GayDanken, Laberladen, Ulla und GayLesen.

 

 

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Gundi

Hallo! Ich habe die Serie auf englisch gelesen, und es wird in den nächsten Büchern um einiges dramatischer. Es gibt sogar eine sehr unschöne Geschichte, die in Berlin spielt. Wegen einiger deutlicher Seitenhiebe auf Bücher wie 50 Shades of Grey hatte ich den Eindruck, dass der Autorin daran gelegen war, die BDSM-Szene aus dieser Ecke herauszuholen – siehe Mantra safe und consensual. Ich finde an der Konstellation Sub/Dom spannend, dass ein Sub zwar seine ganze Entscheidungsfreiheit abgibt, sich dann aber auch um nichts mehr kümmern muss. Und wie die allgemeine politische Lage zeigt, gibt es offenbar genug Menschen, die sich… Lies mehr »