“Heißkalt erwischt” – Nora Wolff

© Cursed Verlag  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Noch vor einem Jahr war Till der Shooting-Star unter den Sterne- und Fernsehköchen – bis ihm ein Fehler in seiner Küche und die anschließende Schlammschlacht in den Medien alles genommen hat. Zuflucht findet er in einem Wirtshaus auf dem Land, wo er in ständiger Angst vor Entdeckung ausharrt, bis Gras über die Sache gewachsen ist.
Doch er hat die Rechnung ohne Klatschreporter Leon gemacht, der ihn aufspürt und sich als Küchenhilfe bei ihm einschleicht. Und obwohl Till von Anfang an Leons wahre Identität vermutet, kann er sich dem Charme des attraktiven Mannes nicht entziehen. Doch kann Till einem Reporter vertrauen?

Entspricht 316 Romanseiten.

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Ich mochte Leon, “obwohl” er für eine Boulevardzeitung arbeitet, hat er sein Herz am rechten Fleck. Noch dazu, wo ihm das Objekt seiner journalistischen Begierde auch anderweitig wirklich sehr gut gefällt. Mitzubekommen, wie er im Laufe der Zeit eher seinem Herzen als der vermeintlichen Sensation folgt, war wirklich schön zu lesen. Als dann auch noch seine Neugierde geweckt wurde, weil er feststellt, dass das was passiert war, so wie es dargestellt worden ist, gar nicht hätte passieren können, bekam die Geschichte ein “eigenes” Gesicht.
Till hat nach dem Vorfall, der ihn seine Karriere gekostet hat, den Kopf in den Sand gesteckt und würde wohl auch heute noch im Wirtshaus auf dem Land arbeiten, wenn Leon nicht aufgetaucht wäre. Obwohl er es die ganze Zeit im Gefühl hatte, dass Leon nicht das ist, was er vorgibt zu sein, lässt er ihn in sein Leben und muss erfahren, wie das ist, wenn jemand keine Ruhe gibt …

Je mehr man in die Geschichte reinkommt, umso mehr versteht man Till, der grundsätzlich ersteinmal niemandem etwas schlechtes zutraut. Dass der Ton in einer gewerblichen Küche das eine oder andere Mal etwas rauher sein kann, weiß man mittlerweile. Dass nicht jeder diesen Ton gut wegstecken kann, ist auch nicht neu. Ebenso wie die Tatsache, dass nicht jeder mit einer Situation gleich umgeht. Dass sich das Ganze aber fast zu einem Krimi hochschaukelt, hätte aber wohl niemand gedacht.

Die Geschichte um Leon und Till hätte von mir glatt 5* bekommen, wenn … ja wenn ich erfahren hätte, wie sich seine Zukunft entwickelt bzw. ob sein Plan ein paar Monate später aufgegangen ist.
Ich weiß, ich bin hier echt eklig, aber nur ein Startschuss zum “Wohlfühl-Gefühl” reicht mir halt nicht, ich würde auch gerne durchs Ziel gehen.

Bis bald,

 

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Trotz der kleinen Kritik ist das Buch bei Dir ja sehr gut weggekommen. Mir haben ja schon #Nofilter und die Kurzgeschichten mit Paul Und Hack sehr gut gefallen und ich glaube, das hier muss ich dann wohl auch bald lesen.
LG Gabi