“Frühlingserwachen (Back home … 4)” – Mathilda Grace

Klappentext *)
Über fünfzehn Jahre hat Ray McKinley geduldig darauf gehofft, dass die erste und einzige Liebe seines Lebens zu ihm zurückkehrt. Doch Tristan Anderson ist nicht mehr der junge Mann, an den er einst sein Herz verlor. Als Soldat im Kriegseinsatz hat Tristan nicht nur ein halbes Bein verloren, er schämt sich auch dafür, unvollkommen und damit nicht mehr perfekt zu sein. Dabei will Ray keinen perfekten Mann, er will Tristan, und er hat nicht sein halbes Leben lang auf ihn gewartet, um jetzt einfach kampflos aufzugeben.

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Heute tue ich mir wirklich schwer. Ich mag diese Serie und die Geschichten 1-3 rund um die McKinley Familie haben mich gut unterhalten. Band vier habe ich nach der Vorschau am Ende vom 3. Buch wirklich mit Spannung erwartet, denn a) mochte ich Ray aufgrund seiner mehr oder weniger kurzen “Auftritte” in den vorangegangenen Geschichten und seiner doch sehr eigenen Art sehr und b) war der Klappentext mehr als vielversprechend. Denn und das weiß ich aus anderen Geschichten von Mathilda Grace: “sie kann Drama”.

Fünfzehn Jahre auf einen Mann zu warten ist grundsätzlich schon einmal beeindruckend, diesen auch noch zu wollen, als er als Kriegsversehrter mit allen physischen und psychischen  Einschränkungen zurückkommt, Respekt! Gut, wer Ray aus den ersten Geschichten kennt, konnte sich eigentlich schon vorstellen, dass das für ihn alles kein Grund war, sich von Tristan zurückzuziehen. Sehr gut nachvollziehen konnte ich die Gemütslage von Tristan und auch, dass Ray so manches mal am Starrsinn seines Freundes verzweifeln wollte.
Mit viel Liebe und Geduld arbeitet er daran, dass Tristan wieder an sich glaubt und den Weg zurück zu ihm und einem gemeinsamen Leben findet. Als dieser endlich kapiert, dass ein halbes Bein keinen halben Kerl aus ihm macht, geht es endlich aufwärts.

Schön fand ich ebenfalls, dass man auch wieder etwas über alte Bekannte gelesen hat. Für mich ist das dann immer fast so, als würde man alte Freunde treffen. Die McKinley-Sippe ist wirklich liebenswert und die kleinen Kabbeleien unter den Familienangehörigen machen Spaß. Dazu sind sie trotz mancher Vorbehalte einigen Personen gegenüber unglaublich großherzig und so findet ganz neben auch ein fremdes “Schäfchen” noch ein gutes Plätzchen *g*.

Womit ich ein Problem bei dieser Geschichte hatte, war, dass es mir des Öfteren viel zu schnell ging. Ich weiß, es ist eine Kurzgeschichte und da kann man nicht allzu viele Details hinein packen, allerdings hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass mir Teilstücke fehlen. Vielleicht hätten mir hier detailliertere Zeitangaben geholfen. Ich hatte teils Schwierigkeiten, den Zeitrahmen der Reha sowie seine privat durchgeführten Übungen mit seinen Fortschritten in Einklang zu bringen, denn so, wie es bei mir ankam, ist das unmöglich zu bewerkstelligen, zumal Tristan, solange er noch unter der Obhut der Army stand, sich ja fast allem verweigert hat. Als die “Aktion” im Wald stattfand, war ich aufgrund des zeitlichen Ablaufs doch verwundert, wie er das bewerkstelligen konnte. Wie gesagt, MIR ging das zu schnell, andere haben damit vielleicht gar kein Problem.

Nichtsdestotrotz hat mich die Familie McKinley wieder einmal gut unterhalten und ich freue mich schon auf Band 5, vielleicht bekommt ja auch noch “das Schäfchen” seinen Herzensmann.

Bis bald,

El

Weitere Meinungen zum Buch findet ihr bei GayDanken & Risa (über Goodreads)

*) Das Copyright für Cover und Klappentext liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Rezension bei der Autorin.

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Der titel passt ja perfekt zur Jahreszeit :-)
Ich kenne die Serie nicht und sollte wahrscheinlich mit Band 1 beginnen, aber diese Konstellation hier klingt vielversprechend. Allerdings habe ich es auch lieber, wenn man realistisch das Gefühl hat, es kann nur in kleinen Teilschritten vorangehen und man muss der Entwicklung Zeit geben.
LG Gabi