“Feuer und Wasser” (Carlisle Cops 1) – Andrew Grey

© Dreamspinner Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Carlisle Cops

Officer Red Markham kennt die Schattenseiten des Lebens. Von einem Autounfall, der seinen Eltern das Leben kostete, hat er hässliche Narben davongetragen, die ihm den Umgang mit anderen Menschen schwer machen. Sein Job als Polizist auf den Straßen von Carlisle, Pennsylvania, addiert noch dazu, da sich in letzter Zeit Drogenmissbrauch mit tödlichem Ausgang häuft. Eines Nachmittags wird Red wegen eines Kindes, das bei einem Unfall fast ertrunken wäre, zum örtlichen Schwimmbad gerufen. Am Unfallort stellt er fest, dass das Kind von dem Rettungsschwimmer Terry Baumgartner gerettet wurde. Red ist nicht überrascht, als der gut aussehende Terry ihn und sein hässliches Gesicht keines Blickes würdigt.

Mit anzuhören, dass einer der Rettungskräfte ihn für oberflächlich hält, öffnet Terry die Augen. Vielleicht ist er doch nicht so nett, wie er immer gedacht hat. Seine Freundin Julie schlägt vor, dass er Menschen unterstützt, denen es nicht so gut geht, indem er Essen an ältere Leute liefert. Auf seiner Tour trifft er die offenherzige Margie, eine Frau, die sagt, was sie denkt. Es stellt sich heraus, dass sie die Tante von Officer Red Markham ist.

Reds und Terrys Welten prallen aufeinander, als Red versucht, den Ursprung der Drogenwelle zu finden und Terry vor seinem Exfreund zu beschützen, der ein Nein nicht akzeptieren kann. Zusammen finden sie vielleicht mehr, als sie erwartet hatten – wenn sie es schaffen, hinter die Fassade des anderen zu blicken.

*************************

Ok … Grundsätzlich lässt sich die Geschichte wirklich gut lesen und auch der Krimianteil ist meiner Meinung nach (ich lese ja eigentlich keine Krimis) stimmig, so dass man auch als Romance-Leser drüberbleibt.
Der Aufhänger mit dem Schönen und dem Biest ist gut gelöst, denn so wie im Märchen auch, ist der Schöne etwas naiv, hat aber ebenso wie “das Biest” ein gutes Herz. Mir persönlich geht der Umkehrschwung von “boah ist der hässlich” zu “du bist der tollste Mann, der mir je begegnet ist” viel, viel zu schnell. War Red gerade noch abstoßen, lag Terry im nächsten Moment in seinen Armen. Zudem wurde jedes Problem einfach weggef***. Auch ne Lösung, klar, mir aber zu einfach. Und doch hat das Lesen Spaß gemacht.

Der Epilog war gut und ein schöner Abschluss, denn Red ist nichts so wichtig, wie Terry und sein Glück. Und jetzt das “aber”: Where the f*** erfährt man, was aus dem Exfreund von Terry wurde? Auch wenn die Mühlen langsam mahlen, aber der Epilog spielt ein Jahr später, irgendein (Zwischen-)Ergebnis wird es ja geben. Nur, warum erfährt man es nicht. So habe ich nach dem letzten “Friede-Freude-Eierkuchen-Happy End” das Buch mit einem relativ fassungslosen “Häh, und jetzt”, geschlossen und in den Klappentexten der Folgebücher geblättert.

So gehe ich doch etwas “unbefriedigt” und unzufrieden aus der Geschichte und habe die Hoffnung, dass sich, in dem einen oder anderen Nachfolgeband eine Information über den Verbleib von Mr. A***loch finden wird. Mal sehen …

Bis dahin,