“Eine einmalige Sache” – Ashley Gallon

© Ashley Gallon  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Für eine Onlinezeitung soll Kevin ein Interview mit einem Tänzer führen. Dabei lernt er den Engländer Joshua kennen, der sein Leben auf den Kopf stellt. Eigentlich ist Joshua mit Tessa verheiratet, die in England lebt. Um seinem sexuellen Drang nachzugeben, kommt Kevin ihm allerdings gerade recht. Der Tänzer stellt schnell klar, dass es ihm nur um Sex geht und es eine einmalige Sache zwischen ihnen war. Kevin, der schnell Gefühle entwickelt, muss das akzeptieren. Joshua hält sich im Laufe der nächsten Wochen jedoch nicht von ihm fern und bald denkt Kevin, dass Joshua ebenfalls Gefühle für ihn hat. Joshua hält allerdings an seiner Ehe fest und blockt jedes Gespräch ab, bis es zum eskalierenden Streit kommt.

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Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Eine nette Geschichte für zwischendurch.

Wenn es etwas detaillierter sein soll: Kevin hätte – so wie er dargestellt wurde – auch gut 10 Jahre jünger sein können. Die Entschuldigung, die ich für ihn in den Raum werfen kann, ist, dass er ziemlich alleine ist, obwohl er ein paar richtig gute Freunde hat. Diese sind zwar für ihn da, wenn er sie wirklich braucht, ansonsten ist er aber ziemlich auf sich gestellt. Er lebt mit seiner Oma, um die er sich aufopfernd kümmert, in einem Haus. Hat zwei Teilzeitjobs mit denen er scheinbar ganz gut über die Runden kommt. Als er dann einen redaktionellen Auftrag erhält, nimmt sein bisher kaum vorhandenes Liebesleben schnell an Fahrt auf.

Es wird viel um das “Liebesdrama” herum erzählt, man erfährt dadurch viel von Kevins Lebenssituation, allerdings relativ wenig über Joshua, der nach dem ersten “Interview” irgendwie immer nur zum Sex vorbeischaut. Als es dann endlich emotional in die Tiefe geht, ist die Geschichte auch schon fast vorbei. Die Ehefrau von Joshua taucht einmal ganz kurz und beim zweiten Mal ebenso kurz, aber dafür gewaltig auf. Diese Situation hätte man auch anders – sprich nicht so halbgar – lösen können.
Nichtsdestotrotz ist es eine nette Geschichte  – für ein Erstlingswerk jetzt nicht sooo schlecht.

Eine Anmerkung noch zum Korrektorat, weil es eben explizit aufgeführt wird. Hier sollte doch ein wenig gründlicher gearbeitet oder aber im Nachgang noch 2-3 Betaleser hinzugezogen werden.  Fehlende oder zu viele Wörter oder auch mal ein eigenartiger Satzbau hätten dadurch vielleicht vermieden werden können.

Bis bald,