“Die Rückkehr” (Die Austin-Trilogie 2) – Brad Boney

© Dreamspinner Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Buch 2 in der Serie – Die Austin-Trilogie

Musik. Topher Manning kann an nichts anderes denken. Er träumt davon, ein Rockstar zu werden. Dummerweise steht sein Job als Automechaniker seinen Ambitionen im Weg. Wenn er nicht eine Möglichkeit findet, die vielen Lieder in seinem Kopf endlich freizusetzen, wird seine Band bald in der Versenkung verschwinden.

Dann geschieht es. Ein Musikfestival und ein liegengebliebenes Auto bringen Stanton Porter, den bekannten Musikkritiker aus New York, in Tophers Leben. Stanton lädt ihn zu dem Konzert von Bruce Springsteen ein, wo ein schüchterner Kuss und das eingebildete Vibrieren von Tophers Handy in einer Liebesgeschichte münden, die alle Erwartungen zu übertreffen verspricht.

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Für die Amerikaner ist der 04. Juli ein besonderer Tag. Ein besonderer Tag hat ein Review zu einem meiner Meinung nach außergewöhnlichen Buch verdient .

Ganz ehrlich? “Die Rückkehr” ist ein unglaublich intensives Buch, das ich zu Beginn des zweiten Kapitels fast aus der Hand gelegt hätte. Die Geschichte wird in unterschiedlichen Zeitabschnitten erzählt und wechselt von Kapitel zu Kapitel. Da das bei Kapitel zwei für mich etwas unvorhergesehen kam, hat mein Hirn wohl nicht so schnell umschalten können und blieb mit einem kurzen “Häh” hängen, so dass ich zurück zu Kapitel eins ging, um zu schauen, ob ich irgendetwas versäumt habe. Da ich aber wirklich mal Zeit und Muse hatte und mir der erste Band der Reihe so gut gefallen hat, dachte ich mir, versuch’s doch einfach, denn eine Geschichte in zwei Zeitperspektiven zu erzählen, ist eine hohe Kunst. Was soll ich sagen … lasst euch darauf ein, ihr bekommt hier eine wunderbare Romanze mit paranormalen Einschlägen, die so gut rübergebracht werden, dass ich wirklich da saß und mir gewünscht hätte, so etwas würde wirklich passieren.

Wer den ersten Band “Ben und das Glück im Unglück” gelesen hat, kann sich vielleicht noch an Topher Manning erinnern. Dieser hatte bereits in der Geschichte um Ben & Travis einen kurzen Auftritt als Arbeitskollege von Travis. Und genau in dieser Autowerkstatt trifft er auf den um einiges älteren Stanton.
Die beiden verstehen sich trotz des Altersunterschieds auf Anhieb, haben eine wunderbare (Gesprächs-) Basis durch ihre Liebe zur Musik – die in diesem Buch eine wirklich, wirklich große Rolle spielt – und alles könnte sich so einfach entwickeln, wenn Stanton nicht immer wieder zurückschrecken würde. Um seine Gründe dafür zu verstehen, sind die Einblicke in seine Vergangenheit für den Leser von großer Wichtigkeit. Brad Boney hat es geschafft (bis auf eben dieses eine Mal zu Beginn), dass ich nie aus dem Lesefluss kam, obwohl man gerade mal wieder viele Jahre zurückblicken durfte. Dies hinzubekommen ist meiner Meinung nach eine Gratwanderung, die der Autor mit Bravour bestanden hat.

Es ist keine locker, leichte Geschichte, denn Stanton hatte schon “ein Leben” und eine große Liebe vor Topher und dieses bekommt man eben durch genau diese Rückblicke erzählt. Je tiefer ich in die Geschichte hineinkam, umso mehr konnte ich mit Stanton mitfühlen.
Aber auch Topher ist ein sehr vielschichtiger Mann, der mich das eine oder andere Mal wirklich überrascht hat. Dazu seine Freunde, die Familie Walsh (die im ersten Band eine Hauptrolle spielte) und einige Protagonisten aus der Vergangenheit, die mich zum Lachen, Tränen wegblinzeln, Weinen (kommt im Flieger ganz besonders gut …) und Seufzen gebracht haben.
Dieses Buch hat mich echt gefordert und ich war froh, dass ich es im Urlaub lesen, mich komplett darauf einlassen und vor allem drüber bleiben konnte. Zudem war es gut, Buch eins gelesen zu haben, denn gerade das, was Tophers Freunde und die Familie rund um Ben betraf, konnte ich so doch besser zu- und einordnen. Somit wäre es meine Empfehlung (auch wenn es nicht zwingend nötig ist) die Geschichte rund um Ben & Travis vorher zu lesen.

Ich habe mich wahnsinnig über das Ende der Geschichte gefreut – nein, nicht dass das Buch zu Ende war  – und bewundere Brad Boney dafür, wie er die Geschichte aufgebaut, aber auch aufgelöst und mir damit ein glücklich machendes Happy End beschert hat. Diese Geschichte ist für jeden, der daran glaubt, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, eine, an der man sich festlesen kann. Für jeden anderen ist sie eine schöne Romanze mit paranormalen Elementen . Aber alles in allem, ist sie auf jeden Fall eine intensive und berührende Geschichte, die ich in nicht missen möchte (liegt schon im re-reading – sowie im “besondere Geschichten”- Ordner *g*).
Leider gibt es den dritten Teil der Serie “The Eskimo Slugger” noch nicht auf Deutsch , so das ich ihn, sollte ich es vom Schwierigkeitsgrad her hinbekommen, mir auf jeden Fall zeitnah auf Englisch zu Gemüte führen werde  und freue mich bereits jetzt auf ein Wiedersehen mit den mir bereits bekannten Protagonisten .

Für mich war dieses Buch eindeutig MEIN BUCH des Monats Juni! Und wer den “Boss” ebenso gerne hört, wie Stanton & Topher es tun,  hier geht’s zu YouTube.

Lasst es euch gut gehen,


Die Fotos wurden wie folgt zur Verfügung gestellt: “Freie kommerzielle Nutzung – Kein Bildnachweis nötig”.

Es gibt bei YouTube eine Playlist zu diesem Buch, wer sich dafür interessiert, findet diese hier:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLD8KqYlaheqFRJTBbFdFYWNUS4KtpvU1f

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