“Cougar Mountain Troublemaker” – Hailey R. Cross

© Hailey R. Cross  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Cody Bryant scheint Ärger magisch anzuziehen. Gerade erst hat der Cowboy Arizona den Rücken gekehrt und die dortigen Geschehnisse hinter sich gelassen, schon zeichnen sich die nächsten Probleme ab. Eigentlich will Cody nur seinen Job auf der Cougar Mountain Ranch erledigen, doch dann kommt ihm der Deputy Dale Wolfe in die Quere. Er verdächtigt Cody, für eine Serie von hinterhältigen Anschlägen auf die Ranch verantwortlich zu sein. Als wäre das nicht bereits schlimm genug, ist Dale auch noch ein verdammt attraktiver Mann, dessen Anziehungskraft Cody sich kaum widersetzen kann. Doch wie überzeugt man einen Kleinstadt-Cop davon, kein Unruhestifter zu sein, wenn alles gegen einen spricht? Abgesehen davon gibt es da noch das nicht gerade kleine Problem, dass der sexy Deputy wahrscheinlich auf Frauen steht …

Achtung! Dieses Buch enthält tiefe Gefühle, Spannung und Erotik zwischen zwei heißen Männern!

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Wie ich gleich zu Anfang lesen konnte, ist die Autorin sonst auf dem Hetero-Markt unterwegs und hat mit dieser Geschichte ihr Gay-Debüt auf Papier gebracht. Dies ist einfach eine Feststellung und keine Wertung! Es hat ihr, so wie sie schreibt, Spaß gemacht, in einem anderen Genre zu schreiben, sodass sie noch weitere Geschichten mit schwulen Männern verfassen wird. Und ja, schreiben kann sie, die Geschichte selbst ist gut erzählt und hat sich schön lesen lassen.

Wenn ich meine Lesezeit hernehme, würde ich sagen, dass die Geschichte von der Länge her im Bereich einer Novella angesiedelt ist. Cody und Dale sind gut getroffen, Josh ein wunderbarer Chef und die Kollegen auf der Cougar Mountain Ranch eine klasse Gemeinschaft. Die Handlung ist schlüssig, auch der Krimianteil ist gut erzählt. Vor der Erotik braucht man allerdings nicht wirklich zu warnen, denn richtig heiß war sie nicht, wobei das hier aber auch nicht notwenig war, die Gefühle und die Spannung waren da und das war mMn bei der Geschichte das Wichtigste.

Und dennoch, bin ich sauer!
Eigentlich hätte ich dem Buch 3,5  gegeben, einfach weil es mich gut unterhalten hat … bis ich dann zum Ende der Geschichte kam. Ich weiß nicht, was Autoren sich dabei denken, eine Story einfach abzuschneiden. Ich glaube, wenn man mich in dem Moment, als ich nach dem “… später klären.” umgeblättert habe und nichts mehr kam, nada, nothing, hätte es wohl für einen Podestplatz bei der Wahl des dümmsten Gesichtsausdrucks des Wochenendes gereicht.
Himmelherrgottnochmal, was ist denn dabei noch einen kurzen Epilog zu schreiben? Einfach noch ein paar Seiten für einen Zeitraum ein paar Wochen, Monate später? Täter verurteilt (denn wie wurden die Kühe verletzt – bei dem Täter fehlt mir hier jegliche Fantasie) oder in Klinik eingewiesen, Lösung für einen Rancharbeiter und seinen Debuty gefunden a la … und sie reiten in den Sonnenuntergang, nachdem sie was-weiß-ich-was-getan-haben … ist das denn so schwer? Mittlerweile weiß jeder, dass ich es hasse, mit unvollendeten Nebensträngen und “für mich” nicht abgeschlossenen Geschichten im Regen stehen gelassen zu werden.
Vielleicht kommt ja mit dem nächsten Buch noch etwas, denn ich habe das Gefühl, dass auf der Ranch noch nicht jeder Mann unter die Haube gebracht ist, aber dieses Ende hier geht für mich dennoch nicht, sorry. Evtl. hätte ja auch ein Hinweis kommen können, dass mit dem nächsten Buch evtl. die Geschichte von … erzählt wird (falls das denn angedacht wäre). So wären die Protagonisten wohl wieder aufgetaucht und man würde noch etwas erfahren. Aber so wie es jetzt ist …

Ich suche mir jetzt eine neue Geschichte, die mich wieder etwas besänftigt … Amy Lane könnte eine gute Idee zu sein, da mich Wolle, Stricken und Spinnen beruhigt.

Bis bald,

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