“Rote Erde 1” – N.R. Walker


© Verlag BlueHeart Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
~~ Willkommen auf Sutton Station: Eine der größten, noch in Betrieb befindlichen Farmen mitten in Australien. Falls dich die Tiere und die Hitze dort nicht umbringen, dann wird es vielleicht dein Herz tun. ~~

Charlie Sutton führt Sutton Station auf die einzige Weise, die er kennt; so wie sein Vater vor ihm. Entschlossen, seinen Kopf unten und sein Herz im Zaum zu halten, schwört Charlie, dass die rote Erde, die ihn umgibt – und ihn isoliert – durch seine Adern rinnt.

Travis Craig, amerikanischer Student der Agrarwissenschaft, kommt zur Sutton Station, um zu lernen, wie Farmer es schaffen, in einer der unwirtlichsten Gegenden dieser Erde ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Aber es ist nicht die karge, brutale und wunderschöne Landschaft, der er mit Haut und Haaren verfällt.

Es ist der Mann mit der roten Erde im Herzen.

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Klar lese ich auch andere Rezensionen zu Büchern die ich kaufe und so war ich gespannt, was mich nach den 5* Bewertungen erwarten wird.
Um es, wie einige andere Reviewer, als “Epos” zu bezeichnen, fehlte mir bei diesem Buch (Band 1) die Länge. Wenn man es allerdings als 1. Teil einer Serie ansieht, kann es sich durchaus dahin entwickeln.

Charlie war in diesem Teil lange nicht wirklich greifbar für mich, aber als Stadtkind ist es für mich wahrscheinlich auch schwierig, mich in die Verhaltensmuster eines Farmers mit einer Riesenverantwortung für Mensch, Tier und Land hineinzuversetzen. Er erschien mir – obwohl er noch so jung ist – oft sehr verbissen und auch zu ernsthaft.

Erst als er Travis ganz vorsichtig in sein (persönliches) Leben ließ, wurde er für mich “normaler”, sprich zugänglicher.
Die Geschichte zwischen den beiden Männern entwickelt sich langsam, fast zaghaft, obwohl Travis um einiges offener und zugänglicher ist als Charlie. Dieser ist jedoch so in seinem Verhaltensmuster eingesperrt, dass man ihm als Leser so manches Mal weiterhelfen möchte.

Wer sich ruhig entwickelnde Geschichten, mit bildhaften Erzählungen aus dem australischen Farmleben, schöne Landschaftsschilderungen und ein Happy End mag, der ist in und mit “Rote Erde 1” gut aufgehoben. Ich bin gespannt, wie die nächsten Bände das australische Landleben weiter fortführen und wohin sich die Geschichte um Charlie und Travis entwickelt.
Ob ich mich bei dieser Serie allerdings hinreißen lassen werde und mir die nachfolgenden Bücher auf Englisch hole (es doch immer noch etwas anstrengend für mich und dauert halt auch immer noch ein bisschen länger) oder ob ich hier auf die Übersetzungen warten werde, kann ich im Moment noch nicht sagen.

Diesmal muss ich noch einen persönlichen Kommentar zu dem Buch loswerden, denn es ist mir tatsächlich noch nicht passiert, dass ich zu einem wirklich gut geschriebenen Buch eine Rezension schreibe, die für mich persönlich negativer klingt, als das Leseempfinden wirklich war.
Manchmal muss es nicht das große Drama sein, damit es einem Buch gelingt, es für einen einzunehmen und manchmal braucht man evtl. auch die Fortsetzung, um das “große Ganze” greifen zu können.
Ich glaube, dass ist das, was es für mich bei diesem Buch auf den Punkt bringt.

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich das Buch beendet habe und es beschäftigt mich noch. Also hat es mich erreicht und den Wunsch auf Buch 2 zurückgelassen. Was will man mehr ;-)

Bis bald,

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Ich hab das Buch heute begonnen, deshalb hab ich hier nur den letzten Absatz gelesen, aber mich voll wieder gefunden. Ich habe auch schon mehr als einmal dazu geschrieben – ein bisschen weniger Drama hätte auch gereicht :D Jetzt bin ich immerhin vorgewarnt. Weiter mach ich trotzdem – nachdem ich die Dreamspinner Bücher vom heutigen Verführungskauf durch hab.

[…] ja *g*, nachdem ich Teil 1 der Serie ja schon vor längerer Zeit gelesen und hier rezensiert habe, dachte ich, ich warte mit dem 2. Buch, bis die anderen Teile ebenfalls übersetzt […]