“[Off] Switch ([kinky] pleasures 3)” – A.C. Lelis


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Klappentext
Das SMack ist Ricks erster Einsatzort nach seiner Versetzung – vorteilhaft für sein noch recht spärliches Privatleben in Hamburg, denn die Fetisch-Bar entspricht genau seinem Geschmack. Und nicht nur sie zieht ihn sofort in ihren Bann, auch ihr Besitzer Andreas übt eine enorme Anziehungskraft auf Rick aus, der er sich schon bald nicht mehr entziehen kann. Doch hinter Andreas‘ verspielter Art verbergen sich Geheimnisse, die nicht nur ihren Gefühlen, sondern auch Ricks Polizeikarriere gefährlich werden können.

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Mit dem 3. Band der “[kinky] pleasures”-Reihe habe ich den derzeit letzten Teil der Serie gelesen. Da aber auch in diesem Buch wieder Charaktere vorkamen, die ggf. noch eine eigene Geschichte vertragen könnten, ist hier meiner Meinung nach alles möglich.

Leider kam ich in dieses Buch nur sehr schwer rein, nach gut einem Drittel wurde es dann besser, was dann aber doch eher am Krimianteil lag. Ich hatte meine Probleme mit dem doch sehr eigenwilligen und manchmal mehr als unterkühlten Charakter Ricks. Ich tat mir extrem schwer mit seiner Art, wie er Gefühle zeigt und lebt. Anders als Kai im zweiten Teil, hat er das “S” im BDSM sehr wohl ausgelebt und meiner Meinung nach auch Grenzen überschritten, die Andi ihm sehr deutlich vorgegeben hatte. Mag sein, und hier habe ich zuwenig Ahnung von der Materie, das dies für manche Doms dazugehört, um dem Sub zu zeigen, dass seine Grenzen noch lange nicht erreicht sind. Dies allerdings ohne vorherige Ankündigung um- und durchzusetzen, finde ich sehr wohl grenzwertig und ist eine Sache des Respekts gegenüber der Person, die mir in dieser Situation ausgeliefert ist.

A.C. Lelis hat bedingt durch ihren Schreibstil viel von der unterkühlten Atmosphäre wieder ausgeglichen und mit Andi einen Charakter geschaffen, der mit seiner Art dem Ganzen einen doch etwas smarteren Touch gab.

Was dieses Buch erreicht hat, ist, dass ich mir mit Sicherheit weiterführende Literatur zu diesem Thema besorgen werde. Nein, nicht um diese Spielart auszuprobieren, sondern um mehr darüber zu erfahren, damit ich, wie bei einigen der “Spielszenen” aus dem Buch, nicht vor Unkenntnis den Kopf schüttele, sondern einfach mehr Verständnis für Menschen mit dieser Vorliebe zu bekommen, aber auch um zu Wissen, was “ok” und was ein “no go” ist.

Wer auf die härtere Gangart steht, wird bei diesem Buch wahrscheinlich auf seine Kosten kommen, für mich, die dann doch eher die “Vanilla”-Seite bevorzugt, waren die anderen beiden Bände der Serie eher mein Fall.

Da ich das Buch weder auf seine korrekte Umsetzung beim Thema BDSM überprüfen kann, noch nachvollziehen kann, ob Menschen mit dieser Vorliebe immer so distanziert miteinander umgehen, enthalte ich mich diesmal einer Bewertung des Buches und überlasse es jedem selbst, seine Rückschlüsse nach dem Lesen daraus zu ziehen.

Ein ganz großes Kompliment möchte ich A.C. Lelis allerdings für die Auswahl der 3 Buchcover machen, sie gehören für mich mit zu den besten, die ich bisher gesehen habe.

Bis bald,

 

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Fandest du echt, die beiden Protas sind distanziert miteinander umgegangen?
Ich finde das gerade so interessant, die Rezension aus der Sicht von jemanden zu lesen, der nicht total in dem Thema drin ist. Und ich überlege gerade krampfhaft, ob ich dieses Grenzüberschreiten in dem Buch als negativ aufgefasst habe. In meiner Rezi bin ich da gar nicht weiter drauf eingegangen, also vermutlich nicht. Aber jetzt hast du mich so weit, dass ich da noch mal ins Buch reinlesen werde. ;D

tamagotchi

Jetzt bin ich platt, weil du Rick als eigenwillig und unterkühlt bezeichnest. Ich hab den Schmöker zwar noch lange nicht durch, aber bislang ist Rick doch eher einfühlsam, vorsichtig und sehr bemüht um jemanden, den er eigentlich nicht kennt, der ihn ablehnt (wg. des Lesens seiner Akte) und der obendrein Ricks Job gefährdet. Zu BDSM Sachen bin ich eigentlich wie die Jungfrau zum Kind gekommen – und hatte mir nen ganzen Schwung unbekanntes Zeug eingekauft. Mein erstes Buch war “Kyle” (fand ich schrecklich .. “alter Sack schnappt sich junges Ding” mag ich eh nicht und dann noch auf 300 Seiten… Lies mehr »

tamagotchi

el ma und Jules … danke für’s “an die Handnehmen” eines Newbies (??? naja – bin ich wohl eher nicht dauerhaft) … Ich habe gaaanz harmlos angefangen, fand Gaysex in diversen Animes einfach gut, obwohl eigentlich nur angedeutet … und stolperte später dann über QaF. Die Serie gefiel mir, weil man sich als die immer unterstellte “manipulative Frau” einfach mal komplett ausblenden durfte. Irgendwann suchte ich nach einer “Steigerung”. Mir hat wohl das Hollywood-Happy End gefehlt. “Shades of Grey” war dann in aller Munde, es gab nen Kinofilm, es gab Medienberichte über ausverkaufte Kabelbinder … ich hab es verweigert. Wie… Lies mehr »

tamagotchi

Jules … die Bücher haben mir “Normalo” das Besondere nicht vermitteln können. Kannst du es mir erklären? Dieses Dom-Sub-Ding? Ich würde mich echt gern mal reinfühlen wollen, einfach um es zu verstehen … biiiitte

tamagotchi

Bussi … danke … schau’ ich mir sooofort an!