“Blood & Milk” (englisch) – N.R. Walker

© BlueHeart Press  |  Cover & Klappentext

Klappentext
Heath Crowley is an Australian man, born with two different coloured eyes and the gift—or curse—of having premonition dreams. He also has nothing left to live for. Twelve months after having his life upended, his dreams tell him where he needs to be. So with nothing―and no one―to keep him in Sydney, he simply boards a plane for Tanzania. Not caring if he lives or dies, Heath walks into a tribe of Maasai and asks to stay. Granted permission, he leaves behind the name and heartbreak of Heath and starts over with the new Maasai name of Alé.
From the day of his birth, Damu has always been an outcast. The son of the chief and brother to the great warrior leader, Damu is reminded constantly that he’s not good enough to be considered a man in the eyes of his people. Ordered to take responsibility for Alé, Damu shares with him the ways of the Maasai, just as Alé shares with Damu the world outside the acacia thorn fence. But it’s more than just a cultural exchange. It’s about trust and acceptance, finding themselves, and a true sense of purpose.
Under the African sky on the plains of the Serengeti, Heath finds more than just a reason to live. He finds a man like no other, and a reason to love.

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Für mich ist es immer schwierig, wenn mich ein Buch wirklich berührt hat, eine Rezension darüber zu schreiben. Wie fasse ich das, was ich gefühlt habe in Worte, habe ich bei einem englischen Original wirklich alles mitbekommen, was mir die Geschichte erzählen wollte?
Hier war es für mich relativ einfach zu folgen, der Plot hat keine großen “Umschwünge” bei denen man das Gefühl haben könnte, etwas zu verpassen. N.R. Walker erzählt einfach Heath Geschichte, einen Auschnitt aus fast zwei Jahren seines Lebens, in denen soviel passiert und die er mit (meiner Meinung nach) sehr viel Stärke und Willen übersteht. Jeder von uns hatte bestimmt schon mal den Gedanken, einer Situation, mit der man meinte nicht fertig werden zu können, zu entfliehen und alles hinter sich zu lassen. Nicht jeder von uns hätte den Mut, jegliche Zivilisation, mit all den technischen Möglichkeiten, den kurzen Wegen, wenn man etwas benötigt oder haben will, die vielen tollen Restaurants und Freizeitmöglichkeiten, hinter sich zu lassen und in die stille Einsamkeit zu fliehen. Dass dann dieser Weg ausgerechnet nach Tansania zu den Maasai führen könnte, darauf würden wohl nur die Wenigsten kommen. Aber Heath träumt, und seine Träume weisen ihm den Weg …

Nach einem fürchterlichen Schicksalsschlag, bei dem Heath den ihm wichtigsten Menschen in seinem Leben verliert, macht er sich auf zu den Maasai, um wieder Ruhe und zu sich selbst zu finden. Er “geht” einfach los, in der Hoffnung, dass ihn die stolzen Krieger nicht abweisen werden. Heath wird akzeptiert, muss sich aber mit dem Aussenseiter des Stammes, Damu, eine Hütte teilen. Auch Damus Leben ist nicht einfach, aber mit einer stillen, zufriedenen und dennoch stolzen Haltung, hat dieser seinen Status akzeptiert und geht seinen Weg innerhalb der Gemeinschaft.

N.R. Walker erzählt in einem wunderbaren Stil über das Leben mit und bei den Maasai, wie sich Heath aka Alé und Damu kennen und schätzen lernen, wie sie ihre Tage und wie die Nächte verleben, wie sie in der Gemeinschaft zurechtkommen und darin ihren Platz finden. Alé findet sich hinein und wird Teil dieses Stammes. Bis sich gefühlt innerhalb kürzester Zeit die Ereignisse überschlagen und ein neuer Weg für Alé und Damu gefunden werden muss.

In all seiner Ruhe und Gelassenheit ist Damu ein stolzer und mutiger Mann, der seinen Weg – mit Heath’ Unterstützung und an seiner Seite – geht. Wie meint Heath am Ende der Geschichte: es war schon schwer vom 20. ins 17. Jahrhundert zurückzugehen, der Weg andersherum muss unendlich schwerer sein.

Ok, jetzt habe ich geschwelgt, aber ich kann das auch kurz zusammenfassen *g*.
Die Geschichte ist liebenswert, ein bisschen sexy, ziemlich romantisch und da ich nicht beurteilen kann, ob alles so stimmt, wie N.R. Walker das Leben mit und bei den Maasai beschrieben hat, war es ein wunderbares Leseerlebnis und ich konnte wirklich in diese Geschichte eintauchen. Das Ende ist wirklich schön, auch wenn ich bezweifle, dass für Damu alles so einfach hinzunehmen war, wie es hier geschildert wurde. Aber es ist Fiktion, d.h. alles ist gut, so wie es ist –  denn ich habe mich rundum wohlgefühlt damit :-).

So, mit diesem Buch habe ich meine große Australienrundreise durch das Nordterritorium, Queensland, Tasmanien und in die Umgebung von Sydney (wenn auch nur kurz)  inkl. einem Abstecher nach Afrika erst einmal beendet. Mal schauen, wohin mich die noch auf dem Reader liegenden Geschichten von N.R. Walker noch hinbringen werden.

In diesem Sinne, bis bald

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