“Auf den zweiten Blick” – Eric Arvin

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Klappentext
Der Schriftsteller Logan Brandish ist völlig zufrieden mit seinem Leben und seiner friedlichen Kleinstadtroutine, mit seiner besten Freundin, seiner Katze und seinem festen Freund – bis er den Lektor seines neuen Buches, den attraktiven Brock Kimble, kennenlernt. Damit wird das träge und ruhige Alltagsleben völlig über den Haufen geworfen. Zum ersten Mal mit echter Leidenschaft konfrontiert, fühlt sich Logan ruhelos und aufgewühlt und schon bald sind sein Leben und sein neues Manuskript – eine noch laufende Arbeit, von der er gedacht hatte, dass er sie vollenden würde – in völliger Unordnung.

Aber wie Logan lernen muss, bekommt man nicht immer alles. Zumindest nicht sofort. Um sich auf andere Gedanken zu bringen, verreist er, aber nicht einmal die schöne italienische, nun, Szenerie kann ihn lange von seinem ehemaligen Lektor ablenken. Logan muss vielleicht sogar zugeben, dass es Dinge gibt, vor denen man nicht weglaufen kann.

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mmmh … irgendwie … ein schwer greifbares, doch wirklich gut geschriebenes Buch. Ein bisschen eigen(artig), da man immer mal wieder das Gefühl hat, die Geschichte “verloren” zu haben und trotzdem ist man im nächsten Absatz wieder völlig bei Logan.

Logan ist Autor und erzählt. Erzählt uns von seinem Leben in der Kleinstadt. Davon, dass er sich eigentlich ganz wohl fühlt, so wie er lebt (oder vielleicht doch nicht?). Er erzählt von seiner besten Freundin, seiner Mutter, seinem Autorenleben, seinem Freund (dem langweiligen), seinem Liebhaber (den heißen, lustigen, selbstbewussten), seinen Gedanken …  und schwups ist man in (s)einer Geschichte drin, die nicht klar rüber bringt, ob es nun DIE Geschichte oder seine Geschichte ist.
Und nein, die Story ist nicht langweilig, zumal man eine gute Entwicklung von Logan mitbekommt. Nach einer Enttäuschung wacht er auf, überdenkt sein derzeitiges Leben, nimmt allen Mut zusammen und verändert so einiges.
Tja, blöd wenn man merkt, dass man selbst gar nicht so langweilig ist, wie man immer gemeint hat, sondern einfach nur in Mustern festhängt, weil man sich in seinem Leben “eingerichtet” hat.
Irgendwie hält einem dieses Buch immer mal wieder den Spiegel vor … ;-).

Wie sagte mal eine schlaue Person zu mir:

und genau das, will uns Logan meiner Meinung nach erzählen: Curtis ist Komfortzone, Brock erfordert Mut; Kleinstadt ist Komfortzone, Italien erfordert Mut. Die Geschichte erzählt von Gewohnheiten und vom Loslassen. Ich weiß, da war ich vorher schon, aber das ist genau das, was ich meinte. Man hat beim Lesen das Gefühl, dass man raus ist und bis man sich umschaut, ist man wieder drin ;-).
Auf dieses Buch muss man sich einlassen können, bei mir hat es gerade wunderbar “reingepasst”, sowohl von der Stimmung, als auch vom Gefühl.
Es schlummerte seit Ewigkeiten auf meinem Reader und ich weiß keinen Grund, warum ich es noch nicht gelesen hatte. Es gibt alles her, was ich mag. Es geht um einen Autor, seinen Lektor, schönen Schachteln, Italien, hat einen ansprechenden Klappentext und nun, nachdem ich damit durch bin, zeigt sie sich als eine durchaus lesenswerte, “etwas andere” Geschichte.

Ich habe noch 2 weitere Originale und die Übersetzungen “Einfache Männer” und “An einem fremden Ort” von Eric Arvin auf dem Reader und ich freue mich schon heute darauf, sie zu lesen.

Bis bald,

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Ich habe von Eric Arvin noch nie ein Buch gelesen, obwohl hier das eine oder andere von ihim auf dem SUB liegt (unter anderem “Einfache Männer”). Ich hatte immer das Gefühl, dass seine Bücher nicht gerade unkomplizierter Mainstream sind und bin ein bisschen davor zurückgeschreckt.
Was Du schreibst, macht mich aber schon sehr neugierig.
LG Gabi